ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Verdi-Warnstreik legt ÖPNV bundesweit lahm – Verkehrsbetriebe betroffen

Gewerkschaft verschärft Tarifkonflikt: Am Montag drohen massive Ausfälle bei Bussen und Bahnen in deutschen Großstädten.

Verdi-Warnstreik legt ÖPNV bundesweit lahm – Verkehrsbetriebe betroffen

Pendler und Fahrgäste müssen sich am Montag auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu flächendeckenden Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. In nahezu allen Bundesländern werden Busse und Bahnen stillstehen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass der Verkehr in den betroffenen Betrieben komplett zum Erliegen kommt.

Mit der Arbeitsniederlegung will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber im laufenden Tarifkonflikt deutlich erhöhen. Die koordinierte Aktion erstreckt sich über fast das gesamte Bundesgebiet und betrifft rund 150 städtische Verkehrsunternehmen sowie Busbetriebe der Landkreise. Insgesamt sind knapp 100.000 Beschäftigte in den Konflikt involviert.

Niedersachsen bleibt vorerst verschont. Für die etwa 5.000 Beschäftigten dort gilt noch die Friedenspflicht. Bei der Hamburger Hochbahn fällt die Entscheidung über einen möglichen Streikaufruf für den 2. Februar erst nach den heutigen Verhandlungsgesprächen.

Kernforderungen der Gewerkschaft

Im Mittelpunkt der Tarifverhandlungen stehen vor allem verbesserte Arbeitsbedingungen. Verdi fordert kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtdauern sowie längere Ruhezeiten für die Beschäftigten. Zudem verlangt die Gewerkschaft höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Verhandlungen werden in allen 16 Bundesländern geführt, meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn geht es zusätzlich um Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass attraktivere Arbeitsbedingungen notwendig seien, um dem Fachkräftemangel in der Branche entgegenzuwirken. Die Arbeitgeber zeigen sich bislang zurückhaltend bei den Forderungen.

Auswirkungen auf Verkehrsbetriebe

Für börsennotierte Verkehrsunternehmen und deren Muttergesellschaften könnten die Streiks kurzfristig zu Umsatzeinbußen führen. Langfristig dürften höhere Personalkosten die Margen belasten. Anleger sollten die Entwicklung der Tarifverhandlungen aufmerksam verfolgen, da ähnliche Arbeitskämpfe auch in anderen europäischen Ländern zunehmen. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sind besonders stark von den Arbeitsniederlegungen betroffen.

VerdiWarnstreikÖPNVNahverkehrTarifverhandlungen

Disclaimer