Verdi ruft zu Warnstreiks bei Telekom auf: Forderungen im Überblick
Nach enttäuschender zweiter Verhandlungsrunde plant Verdi bundesweite Warnstreiks für rund 60.000 Tarifbeschäftigte der Deutschen Telekom.

Die Gewerkschaft Verdi hat in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Telekom zum Warnstreik aufgerufen. Grund dafür ist eine aus Gewerkschaftssicht „enttäuschende zweite Verhandlungsrunde". Für diese Woche sind demnach bundesweit vollschichtige Arbeitsniederlegungen geplant.
Den Auftakt machen am Dienstag Beschäftigte aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Im weiteren Wochenverlauf sollen laut Verdi weitere Standorte folgen. Zu den konkret betroffenen Konzernbereichen sowie zu möglichen Auswirkungen auf den Betrieb machte die Gewerkschaft zunächst keine Angaben.
Verdi fordert 6,6 Prozent mehr Gehalt
Im Mittelpunkt der Tarifforderungen steht eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt Verdi einen Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr. Die Forderungen betreffen bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte des Konzerns.
Die Tarifstruktur der Deutschen Telekom in Deutschland ist dabei besonders komplex: Der Konzern besteht laut Gewerkschaftsangaben aus 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge läuft demnach bis zum 31. März 2026. Vor Beginn der aktuellen Tarifrunde hatten sich die Parteien auf gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften verständigt.
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Zur AktienanalyseBedeutung für Anleger
Für Investoren, die die Telekom-Aktie im Depot halten, sind Arbeitskämpfe dieser Größenordnung ein relevanter Faktor. Anhaltende Streiks können den operativen Betrieb belasten und die Stimmung rund um den Titel kurzfristig beeinflussen. Wie lange die Auseinandersetzung andauert und ob es zeitnah zu einer Einigung kommt, bleibt abzuwarten.


