Veradermics-Aktie springt 9% nach positiven Phase-2-Daten zu Haarausfall
Starke Studienergebnisse für orales Minoxidil-Präparat VDPHL01 begeistern Anleger und treiben die Aktie deutlich nach oben.

Die Aktie von Veradermics, Incorporated (NYSE: MANE) legte am Mittwoch um 9% zu. Auslöser war die Veröffentlichung positiver Ergebnisse einer klinischen Phase-2-Studie für das Medikament VDPHL01, ein orales Präparat gegen weiblichen Haarausfall.
Konkret handelt es sich um die sogenannte Studie 207 – eine offene Phase-2-Studie, die eine orale Minoxidil-Formulierung mit verzögerter Wirkstofffreisetzung bei Frauen mit leichtem bis mittelschwerem Haarausfall untersuchte. Die Ergebnisse fallen bemerkenswert positiv aus und könnten das Unternehmen auf einen bedeutenden regulatorischen Pfad bringen.
Starke Wirksamkeitsdaten nach sechs Monaten
Die Studie lieferte überzeugende Zahlen zur Wirksamkeit: Bei einmal täglicher Dosierung berichteten 88,9% der Teilnehmerinnen nach sechs Monaten über verbesserte oder deutlich verbesserte Ergebnisse. Bei zweimal täglicher Dosierung lag dieser Wert sogar bei 90,0%. Damit zeigt das Präparat eine hohe Ansprechrate über beide Dosierungsschemata hinweg.
Besonders aussagekräftig sind die objektiv gemessenen Daten zur Haardichte: Nach sechs Monaten stieg die durchschnittliche Dichte der Terminalhaare im Zielbereich um 22,7 Haare pro Quadratzentimeter bei einmal täglicher Gabe und um 23,3 Haare pro Quadratzentimeter bei zweimal täglicher Gabe. Bemerkenswert ist zudem, dass die Mehrheit der Studienteilnehmerinnen bereits im zweiten Monat – dem frühesten Messzeitpunkt der Studie – eine Verbesserung der Haardichte wahrnahm.
Günstiges Sicherheitsprofil ohne schwerwiegende Ereignisse
Neben der Wirksamkeit überzeugt VDPHL01 laut Unternehmensangaben auch durch sein Sicherheitsprofil. Bis zum sechsten Monat wurden keine behandlungsbedingten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse registriert. Ebenso traten keine unerwünschten Ereignisse von besonderem Interesse kardialen Ursprungs auf – ein wichtiger Aspekt, da Minoxidil in höheren Dosen bekanntermaßen kardiovaskuläre Wirkungen haben kann.
Das günstige Nutzen-Risiko-Profil ist für die weitere klinische Entwicklung und eine mögliche FDA-Zulassung von zentraler Bedeutung. Veradermics betont, dass VDPHL01 das Potenzial habe, die erste von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassene orale Behandlung gegen weiblichen Haarausfall zu werden – ein bislang medizinisch ungedeckter Bedarf.
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Zur AktienanalyseNächste Meilensteine im Blick
Der Entwicklungsplan des Unternehmens sieht weitere wichtige Datenpunkte vor. Die Topline-Ergebnisse der Studie 306 – einer klinischen Phase-2/3-Studie zu VDPHL01 bei weiblichem Haarausfall – erwartet Veradermics in der ersten Hälfte des Jahres 2027. Parallel dazu laufen Studien zu männlichem Haarausfall: Die Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studie 304 werden für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Bereits im April hatte Veradermics die Topline-Ergebnisse der Studie 302 veröffentlicht, einer zulassungsrelevanten Phase-2/3-Studie bei männlichem Haarausfall. Das Unternehmen verfolgt damit eine breite Entwicklungsstrategie, die sowohl weiblichen als auch männlichen Haarausfall adressiert – zwei Indikationen mit erheblichem Marktpotenzial weltweit.


