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Venezuela: Rodríguez erhält US-Einladung trotz Maduro-Loyalität

Interimspräsidentin signalisiert Gesprächsbereitschaft während Wright-Besuch in Caracas

Venezuela: Rodríguez erhält US-Einladung trotz Maduro-Loyalität

Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Einladung in die Vereinigten Staaten erhalten. Dies gab sie in einem Interview mit NBC News bekannt, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Zeitpunkt fällt zusammen mit dem Besuch von US-Energieminister Chris Wright in Caracas.

"Ich wurde in die Staaten eingeladen", erklärte Rodríguez gegenüber NBC. "Wir ziehen eine Reise dorthin in Erwägung, sobald wir diese Zusammenarbeit etabliert haben und wir in allen Belangen vorankommen können." Die ehemalige Vizepräsidentin und Ölministerin wurde Anfang Januar als Interimspräsidentin vereidigt, nachdem die USA Präsident Nicolás Maduro abgesetzt hatten.

Rodríguez und Wright stehen vor der gewaltigen Aufgabe, die venezolanische Ölindustrie wieder aufzubauen. Jahrzehntelange Unterinvestition, Misswirtschaft und US-Sanktionen haben den einst bedeutenden Ölsektor des südamerikanischen Landes massiv geschwächt. Bei den Wiederaufbauplänen sollen US-Investoren eine zentrale Rolle spielen.

Loyalität zu Maduro bleibt bestehen

Trotz ihrer neuen Rolle als Interimspräsidentin bekräftigte Rodríguez ihre Loyalität zu Nicolás Maduro. "Ich kann Ihnen sagen, dass Präsident Nicolás Maduro der rechtmäßige Präsident ist. Das sage ich Ihnen als Juristin, die ich bin", erklärte sie im NBC-Interview. Maduro wird in den USA unter dem Vorwurf von Drogen- und Waffendelikten festgehalten.

Rodríguez verteidigte auch First Lady Cilia Flores: "Sowohl Präsident Maduro als auch Cilia Flores sind beide unschuldig." Diese Aussagen verdeutlichen die komplexe politische Situation, in der die Interimspräsidentin einerseits mit Washington zusammenarbeitet, andererseits aber ihre Verbindung zur Maduro-Regierung aufrechterhält.

Fokus auf Energiesektor

Der Besuch von Energieminister Wright unterstreicht die strategische Bedeutung Venezuelas für die US-Energiepolitik. Das Land verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven. Eine Wiederbelebung der venezolanischen Ölproduktion könnte sowohl für die US-Energieversorgung als auch für die venezolanische Wirtschaft von erheblicher Bedeutung sein.

Die Gespräche zwischen Washington und Caracas konzentrieren sich auf die Schaffung eines Rahmens für US-Investitionen im Energiesektor. Dabei müssen beide Seiten einen Weg finden, trotz der anhaltenden rechtlichen und politischen Spannungen wirtschaftlich zusammenzuarbeiten.

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