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Varta kämpft um Zustimmung der Gläubiger

Anpassungen am Sanierungskonzept sollen Blockade im StaRUG-Verfahren verhindern

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Varta kämpft um Zustimmung der Gläubiger

Der schwäbische Batteriehersteller Varta befindet sich derzeit in intensiven Verhandlungen mit einem Teil seiner Gläubiger, um sein Sanierungskonzept zu überarbeiten. Nach Angaben von Insidern, die mit den Verhandlungen vertraut sind, haben einige der Schuldscheingläubiger Nachbesserungen an dem ursprünglichen Vorschlag gefordert. Diese Gläubigergruppe, die mit einem Volumen von 250 Millionen Euro die größte unter den Gläubigern darstellt, hat Varta dazu veranlasst, das Konzept bereits zweimal anzupassen. Nun liegt es an den Gläubigern, bis zum kommenden Montag eine Entscheidung zu treffen, ob sie dem überarbeiteten Vorschlag zustimmen.

Eine Ablehnung des Vorschlags durch die Gläubiger könnte die Sanierung von Varta gefährden, die im Rahmen eines vorinsolvenzlichen StaRUG-Verfahrens durchgeführt wird. Um dies zu verhindern, soll ein Überbrückungsdarlehen helfen, das Unternehmen weiterhin liquide zu halten. Dies ist besonders wichtig, da die Schuldscheingläubiger, unter denen sich auch der aggressive britische Hedgefonds Whitebox befindet, in der Verhandlungsmasse eine entscheidende Rolle spielen.

Das überarbeitete Sanierungskonzept sieht vor, dass die Schuldscheingläubiger auf weniger Geld verzichten müssten, als ursprünglich geplant. Im Gegenzug würde Varta jedoch auf einer höheren Schuldenlast sitzenbleiben, als es zuvor mit den Banken und einem Teil der Gläubigergruppe vereinbart worden war. Dieser Kompromiss soll zudem den Schuldscheingläubigern die Möglichkeit geben, an einem späteren Verkauf des Unternehmens finanziell zu profitieren, sofern sie bereit sind, neues Fremdkapital bereitzustellen. Für die Aktionäre von Varta bleibt die Situation jedoch unverändert; sie sollen wie geplant leer ausgehen.

Varta hatte sich durch einen ambitionierten Expansionskurs und gescheiterte Investitionen in eine schwierige finanzielle Lage manövriert und musste daraufhin den Schutz des StaRUG-Verfahrens in Anspruch nehmen. Nach langwierigen Verhandlungen konnte Mitte August ein Kompromiss gefunden werden. Dieser sah vor, dass der Sportwagenbauer Porsche gemeinsam mit dem Varta-Großaktionär Michael Tojner insgesamt 60 Millionen Euro an frischem Kapital zur Verfügung stellt. Im Gegenzug sollten die Gläubiger auf mehr als die Hälfte ihrer Darlehen verzichten. Perspektivisch könnte ein dritter Gesellschafter in das Unternehmen einsteigen und zur weiteren Stabilisierung beitragen.

VartaBatterienFinanzenSanierung

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