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Vanke erhält Genehmigung für Anleihestundungen – China greift ein

Chinas Immobilienriese Vanke hat die Zustimmung der Gläubiger für weitere Anleihestundungen erhalten. Die chinesische Regierung soll hinter den verbesserten Vorschlägen stehen, um einen Zahlungsausfall des hochverschuldeten Entwicklers abzuwenden.

Vanke erhält Genehmigung für Anleihestundungen – China greift ein

Der chinesische Immobilienentwickler Vanke hat einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen seine Schuldenlast erzielt. Die Gläubiger stimmten einstimmig der Stundung von Anleiherückzahlungen im Gesamtwert von 5,7 Milliarden Yuan (819,58 Millionen US-Dollar) zu. Die Entscheidung folgt auf verbesserte Vorschläge des Unternehmens, die offenbar auf Druck der chinesischen Regierung zustande kamen.

Regierung greift ein

Anfang Januar hatte Vanke überarbeitete Pläne vorgelegt, nachdem die Gläubiger frühere Vorschläge abgelehnt hatten. Das Unternehmen bot an, 40 Prozent des Kapitalbetrags sofort zu zahlen und zusätzliche Sicherheiten zu stellen. Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten gegenüber Reuters, dass die verbesserten Vorschläge von der Regierung gefordert wurden. Die betroffenen Anleihen waren am 15. und 28. Dezember fällig geworden.

Massive Schuldenlast belastet

Vanke steht mit einer erdrückenden Schuldenlast von 50 Milliarden US-Dollar im Zentrum der anhaltenden chinesischen Immobilienkrise. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen gilt als einer der bekanntesten Immobilienentwickler des Landes und unterhält zahlreiche Projekte in erstklassigen Städten. Ein Zahlungsausfall könnte das Vertrauen der Hauskäufer nachhaltig beschädigen und die ohnehin schwächelnde chinesische Wirtschaft weiter belasten.

Weitere Fälligkeiten stehen bevor

Die nächste Fälligkeit für Yuan-Anleihen steht bereits im April an. Im zweiten Quartal werden monatlich Schuldverschreibungen im Wert von jeweils 2 Milliarden Yuan fällig. Der Großaktionär Shenzhen Metro, ein Unternehmen im Besitz der Stadtregierung, hat zugesagt, Vanke ein weiteres Darlehen von bis zu 2,36 Milliarden Yuan zu gewähren. Das Darlehen mit 36 Monaten Laufzeit weist einen Zinssatz von 2,34 Prozent auf.

Experten bleiben skeptisch

Kreditanalysten warnen trotz der jüngsten Erfolge vor übermäßigem Optimismus. "Anleiheverlängerungen verschaffen dem Unternehmen Zeit, aber solange sich die Wohnungsverkäufe nicht erholen, wird Vanke früher oder später wieder am Rande des Zusammenbruchs erscheinen", schrieb Gavekal Dragonomics in einem Bericht. Eine solche Erholung erscheine unwahrscheinlich.

Immobilienmarkt unter Druck

Die chinesische Regierung hat zwar eine Reihe von Stützungsmaßnahmen für den Immobilienmarkt eingeführt, doch die Preise für neue Eigenheime weiteten ihre Rückgänge im Dezember weiter aus. Dies unterstreicht die anhaltenden Belastungen im Sektor. Viele große und kleine Konkurrenten von Vanke sind bereits ihren Schuldenverpflichtungen nicht nachgekommen. Analysten gehen davon aus, dass Vanke letztendlich eine umfassende Schuldensanierung durchführen muss.

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