Vanguard VYM ETF: Dividendenstrategie schlägt Tech-Aktien langfristig
Der Vanguard High Dividend Yield ETF lieferte zuletzt 29,5 % Rendite – und könnte Tech-Wachstumsaktien über ein Jahrzehnt übertreffen.

Der Vanguard High Dividend Yield ETF (VYM) rückt zunehmend in den Fokus von Anlegern, die auf verlässliche Dividenden und solide Blue-Chip-Aktien setzen. Im vergangenen Jahr erzielte der Fonds eine beeindruckende Rendite von 29,5 % – ein Ergebnis, das viele aktiv gemanagte Fonds in den Schatten stellt. Dabei überzeugt der ETF nicht nur durch seine Performance, sondern auch durch seine außergewöhnlich niedrigen Kosten.
Die Kostenquote des VYM liegt bei lediglich 0,04 % pro Jahr. Das bedeutet: Anleger zahlen für ein Investment von 10.000 Euro gerade einmal vier Euro jährlich an Verwaltungsgebühren. Gerade für langfristig orientierte Privatanleger ist dieser Kostenvorteil ein entscheidender Faktor, da Gebühren über Jahrzehnte hinweg erheblich die Rendite schmälern können.
Was steckt im Vanguard High Dividend Yield ETF?
Der VYM hält hunderte value-orientierte US-Aktien und setzt damit auf Unternehmen, die regelmäßig attraktive Dividenden ausschütten. Value-Aktien zeichnen sich in der Regel durch solide Geschäftsmodelle, stabile Cashflows und eine konservative Bewertung aus – im Gegensatz zu hochbewerteten Wachstumsaktien aus dem Technologiesektor. Für deutsche Anleger bietet der ETF damit eine einfache Möglichkeit, breit gestreut in den US-amerikanischen Dividendenmarkt zu investieren.
Die Strategie hinter dem Fonds ist klar: Statt auf spektakuläres Wachstum zu setzen, steht die kontinuierliche Ausschüttung von Dividenden im Vordergrund. Dieser Ansatz hat sich historisch besonders in turbulenten Marktphasen bewährt, da dividendenstarke Unternehmen oft widerstandsfähiger gegenüber Kursrückgängen sind.
Vanguard-Analyse: Value schlägt Wachstum
Besonders bemerkenswert ist eine aktuelle Einschätzung von Vanguard selbst: Jüngste Analysen des Fondsanbieters prognostizieren, dass value-orientierte US-Aktien über einen Zeitraum von zehn Jahren eine aussichtsreichere Anlage sein könnten als technologieorientierte Wachstumsaktien. Diese Prognose ist vor dem Hintergrund der jahrelangen Dominanz von Tech-Giganten wie Apple, Microsoft oder Nvidia besonders bedeutsam.
Die Argumentation dahinter ist nachvollziehbar: Nach Jahren extremer Bewertungsaufstiege im Technologiesektor könnten die Bewertungen vieler Wachstumsaktien bereits sehr ambitioniert sein. Value-Aktien hingegen werden oft zu günstigeren Bewertungskennzahlen gehandelt und bieten zusätzlich laufende Erträge durch Dividenden – ein doppelter Vorteil für geduldige Investoren.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger, die ihr Portfolio breiter aufstellen und weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Tech-Konzerne machen möchten, könnte der VYM eine interessante Ergänzung darstellen. Die Kombination aus breiter Diversifikation, niedrigen Kosten und attraktiver Dividendenrendite macht den Fonds zu einem klassischen Kerninvestment für langfristig orientierte Anleger.
Zu beachten bleibt, dass vergangene Renditen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse darstellen. Auch Prognosen – selbst von renommierten Anbietern wie Vanguard – sind mit Unsicherheiten behaftet. Anleger sollten den VYM daher als Teil einer ausgewogenen Anlagestrategie betrachten und nicht als alleiniges Investment.


