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Vanguard VTI ETF: Warum dieser Fonds oft übersehen wird

Der Vanguard Total Stock Market ETF bietet Zugang zum gesamten US-Aktienmarkt – und könnte langfristig Vermögen aufbauen.

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Vanguard VTI ETF: Warum dieser Fonds oft übersehen wird

Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, muss keine Einzelaktien auswählen. Der Vanguard Total Stock Market ETF (VTI) bietet eine breite Streuung über den gesamten US-Aktienmarkt und wird von vielen Anlegern trotz seiner starken Renditen häufig übersehen. Dabei ist er eine ernstzunehmende Alternative zum populäreren S&P 500 ETF.

Das Grundprinzip der Geldanlage ist simpel: Kapital für sich arbeiten lassen und Gewinne erwirtschaften. Statt auf einzelne Unternehmen zu setzen und das „nächste große Ding" zu suchen, empfiehlt sich die kontinuierliche Anlage in einen breit gestreuten Exchange-Traded Fund (ETF). Diese Strategie ist einfacher – und in vielen Fällen genauso effektiv wie aktives Stock-Picking.

Das Rundum-Sorglos-Paket für den Aktienmarkt

Der VTI ist der direkteste Weg, um am gesamten US-Aktienmarkt zu partizipieren. Während der S&P 500 ausschließlich Large-Cap-Aktien – also Aktien großer Unternehmen – enthält, umfasst der VTI Unternehmen aller Größenordnungen, Sektoren und Regionen der USA. Mit insgesamt 3.484 enthaltenen Aktien deckt er so viel ab, wie man von einem einzelnen Fonds vernünftigerweise erwarten kann.

Der ETF ist nach Marktkapitalisierung gewichtet, das heißt: Größere Unternehmen machen einen höheren Anteil am Fonds aus. Das sorgt für eine gute Positionierung bei den dominanten Technologiekonzernen, die in den vergangenen zehn Jahren einen Großteil der Kursgewinne am US-Aktienmarkt getrieben haben. Der Technologiesektor macht dabei über 42 Prozent des ETFs aus.

Gleichzeitig sind auch Mid-Cap- und Small-Cap-Aktien – also mittelgroße und kleinere Unternehmen – im VTI vertreten. Das bietet eine gewisse Absicherung gegen eine zu starke Konzentration auf Big Tech. Anleger profitieren zudem in Phasen, in denen kleinere Unternehmen den Markt übertreffen – wie es laut Motley Fool in diesem Jahr bis zum 9. Juli der Fall war.

Die Wertentwicklung des VTI im Zeitverlauf

Seit seiner Markteinführung im Mai 2001 hat sich der VTI als rentables Investment erwiesen, insbesondere in den vergangenen fünf und zehn Jahren. Die durchschnittlichen jährlichen Gesamtrenditen – inklusive Dividenden – fallen dabei stark aus. Vergangene Ergebnisse sind zwar keine Garantie für künftige Entwicklungen, doch der langfristige Trend spricht für sich.

Geht man beispielhaft von einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 10 Prozent aus, zeigt sich das Potenzial des Zinseszinseffekts eindrucksvoll:

  • Monatliche Investitionen von 500 US-Dollar könnten in 25 Jahren auf über 587.400 US-Dollar anwachsen
  • 1.000 US-Dollar monatlich könnten auf über 1,17 Millionen US-Dollar steigen
  • 2.000 US-Dollar monatlich könnten auf über 2,34 Millionen US-Dollar anwachsen

Diese Zahlen basieren auf Annahmen, und die tatsächlichen Renditen werden variieren. Der entscheidende Punkt bleibt jedoch: Zeit und der Zinseszinseffekt sind die stärksten Kräfte beim langfristigen Vermögensaufbau.

Vorsicht vor Überschneidungen mit dem S&P 500

Wer bereits in einen S&P 500 ETF investiert ist, sollte den VTI nicht einfach zusätzlich ins Portfolio aufnehmen. Der Grund: Jede Aktie im S&P 500 ist auch im VTI enthalten – die Überschneidung ist vollständig. Eine Doppelanlage würde keine echte Diversifikation bringen.

Wer hingegen noch keinen US-Markt-ETF im Portfolio hat und nach einem breiten, kostengünstigen und renditestarken Fonds sucht, der als Grundpfeiler des Portfolios dienen kann, erfüllt der VTI diese Kriterien. Am Aktienmarkt gibt es zwar keine Garantien – aber die Annahme, dass der Gesamtmarkt langfristig weiter wachsen wird, gilt als eine der solidesten Grundlagen der Anlagestrategie. Entscheidend ist, dass das eigene Kapital investiert bleibt, um von diesem Wachstum zu profitieren.

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