ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Value-Aktien schlagen Growth 2025 – dank unerwarteter KI-Treiber

Der Russell 1000 Value Index legt rund 20% zu, während sein Wachstums-Pendant um 1,6% nachgibt.

Value-Aktien schlagen Growth 2025 – dank unerwarteter KI-Treiber

Value-Aktien dominieren in diesem Jahr still und heimlich die Börsenperformance. Der Russell 1000 Value Index hat rund 20% zugelegt und damit den Russell 1000 Growth Index, der um 1,6% nachgab, deutlich hinter sich gelassen. Diese Entwicklung überrascht viele Marktteilnehmer, die in den vergangenen Jahren vor allem auf Wachstumswerte gesetzt hatten.

Besonders bemerkenswert ist dabei, welche Unternehmen diesen Aufschwung antreiben. Die Treiber des Value-Comebacks ähneln in keiner Weise traditionellen Value-Investments – ein Umstand, der die klassische Kategorisierung von Aktien zunehmend in Frage stellt.

Was sind Value- und Growth-Aktien?

Zum besseren Verständnis: Value-Aktien werden in der Regel mit einem Abschlag gegenüber dem Wert gehandelt, den die Gewinne eines Unternehmens nahelegen. Sie gelten als günstig bewertet und werden oft mit etablierten, reifen Branchen wie Banken, Versicherungen oder Industrieunternehmen assoziiert.

Wachstumswerte – sogenannte Growth-Aktien – sind hingegen nicht günstig bewertet. Von ihnen wird erwartet, dass sie ihre Gewinne überdurchschnittlich schnell steigern. Klassische Beispiele sind Technologiekonzerne und innovative Unternehmen, die hohe Zukunftserwartungen in ihre Bewertung eingepreist haben.

Ein ungewöhnliches Bild am Markt

Die aktuelle Marktlage stellt diese klare Trennung auf den Kopf. Dass ausgerechnet KI-nahe Unternehmen den Value-Index nach oben treiben, zeigt, wie sehr sich die traditionellen Indexkategorien verschoben haben. Welche konkreten Unternehmen hinter dieser Entwicklung stecken, verdeutlicht, dass die Grenzen zwischen den klassischen Anlagestilen zunehmend verschwimmen.

Für deutsche Privatanleger ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Viele Fondsmanager und ETF-Strategien orientieren sich an der Unterscheidung zwischen Value und Growth. Wer in entsprechende Indexfonds investiert ist, sollte die veränderte Zusammensetzung dieser Indizes im Blick behalten.

Die Outperformance von Value gegenüber Growth ist historisch kein Dauerzustand. In den Jahren vor 2022 hatten Wachstumswerte – befeuert durch Niedrigzinsen und den Technologieboom – Value-Aktien über lange Zeiträume klar dominiert. Die aktuelle Trendwende erinnert daran, dass Marktzyklen sich drehen können – und dass die Kategorisierung von Aktien in starre Schubladen zunehmend an ihre Grenzen stößt.

Value-AktienGrowth-AktienRussell 1000 Value IndexRussell 1000 Growth IndexKi-AktienAnlagestilBörse 2025

Disclaimer