VAE verhandeln mit USA über exklusive Währungsswap-Linie
Die Vereinigten Arabischen Emirate streben eine Aufnahme in den exklusiven Kreis der US-Währungsswap-Partner an.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) befinden sich in aktiven Gesprächen mit den Vereinigten Staaten über die Einrichtung einer bilateralen Währungsswap-Linie. Das bestätigte Handelsminister Thani Al Zeyoudi am Montag auf der Konferenz „Make It In The Emirates" in Abu Dhabi. Eine solche Vereinbarung würde die VAE in eine sehr exklusive Gruppe von Ländern aufnehmen, die eine derartige Sonderbeziehung mit der US-Notenbank Federal Reserve unterhalten.
„Wir führen diese Diskussionen und Gespräche mit vielen; es ist Teil einer Elitegruppe, mit der die USA diese Swap-Politik betreiben. Sie unterhalten diese nur mit fünf Ländern", erklärte Al Zeyoudi. Er betonte dabei den strategischen Charakter einer solchen Vereinbarung: „Teil dieser Gruppe zu sein bedeutet, dass Transaktionen, Handel und Investitionen zwischen beiden Nationen ein Niveau erreichen, auf dem dieser Swap dringend benötigt wird – es handelt sich also um eine Angelegenheit für einen exklusiven Kreis, es geht nicht um Rettungsaktionen."
Was sind Währungsswap-Linien?
Währungsswap-Linien zwischen Zentralbanken ermöglichen es den beteiligten Institutionen, die Währung des jeweils anderen zu erhalten, ohne auf die offenen Devisenmärkte zurückgreifen zu müssen. Dies senkt die Transaktionskosten und reduziert das Wechselkursrisiko für den grenzüberschreitenden Handel und Investitionen erheblich. Für Unternehmen beider Länder bedeutet das mehr Planungssicherheit und günstigere Konditionen bei internationalen Geschäften.
Derzeit unterhält die Federal Reserve permanente Währungsswap-Linien mit genau fünf anderen großen Zentralbanken: der Bank of Canada, der Bank of Japan, der Europäischen Zentralbank, der Bank of England sowie der Schweizerischen Nationalbank. Alle fünf gehören zu den engsten wirtschaftlichen Partnern der USA und zählen zu den bedeutendsten Finanzzentren der Welt. Eine Aufnahme der VAE in diesen Kreis wäre damit ein historischer Schritt.
Geopolitischer Hintergrund: Krieg und Energieversorgung
Der Vorstoß der VAE erfolgt vor dem Hintergrund erheblicher geopolitischer Spannungen in der Region. US-Finanzminister Scott Bessent hatte im vergangenen Monat erklärt, dass eine Reihe von Verbündeten in der Golfregion und in Asien Währungsswap-Linien bei den Vereinigten Staaten beantragt hätten – unter anderem um Energieschocks und andere Folgen des Krieges im Nahen Osten abzufedern.
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Zur AktienanalyseDer Konflikt, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann, hat die Straße von Hormus faktisch blockiert. Dieser strategisch bedeutsame Meeresengpass ist von globaler Bedeutung: Rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte (LNG) werden über diese Route abgewickelt. Die Blockade hat die Ölpreise weltweit in die Höhe getrieben und die Energieversorgungssicherheit vieler Länder unter Druck gesetzt.
Für die VAE, eines der wichtigsten Öl- und Gasexportländer der Welt und Heimat des bedeutenden Finanzzentrums Dubai, wäre eine Währungsswap-Linie mit den USA ein starkes Signal wirtschaftlicher Stabilität und enger Partnerschaft. Al Zeyoudi nannte jedoch keine weiteren Details zu den laufenden Gesprächen – weder zum konkreten Umfang noch zu einem möglichen Zeitplan für eine endgültige Vereinbarung.

