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VAE sichern Indonesien bis zu 30 Millionen Barrel Öl zu

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Indonesien eine Lieferzusage über bis zu 30 Millionen Barrel Öl gemacht.

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VAE sichern Indonesien bis zu 30 Millionen Barrel Öl zu

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben sich bereit erklärt, Indonesien mit bis zu 30 Millionen Barrel Öl zu beliefern. Das teilte Djoko Siswanto, Leiter der indonesischen Aufsichtsbehörde für die Öl- und Gasförderung SKK Migas, am Dienstag mit. Die Lieferzusage erfolgte demnach nach einem Treffen zwischen indonesischen Beamten und dem Botschafter der VAE, Abdulla Salem Al Dhaheri, in Jakarta.

Djoko äußerte sich bei einer Energieveranstaltung und bestätigte die Vereinbarung anschließend in einer Kurznachricht. Indonesien könne jederzeit auf die Versorgung zurückgreifen, erklärte der Behördenchef. Weitere Einzelheiten zum Lieferzeitplan nannte er allerdings nicht. Die Botschaft der VAE in Jakarta reagierte bislang nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

Hintergrund: Störungen im Nahen Osten

Die Zusage fällt in eine Phase erhöhter Unsicherheit an den Energiemärkten. Bereits am Montag hatte der indonesische Energieminister Bahlil Lahadalia erklärt, er habe den Auftrag erhalten, Kraftstofflieferungen aus alternativen Quellen zu sichern. Diese Anweisung erging vor dem Hintergrund anhaltender Störungen im Nahen Osten. Die Region ist für die globale Ölversorgung von zentraler Bedeutung, weshalb Störungen dort unmittelbar auf Preise und Lieferketten weltweit durchschlagen können.

Für deutsche Anleger ist die Meldung vor allem als Signal zu lesen: Importabhängige Volkswirtschaften wie Indonesien versuchen offenbar, ihre Versorgung breiter abzusichern, um sich gegen mögliche Unterbrechungen zu wappnen. Solche Bestrebungen können die Nachfrage nach alternativen Lieferquellen erhöhen und damit die Preisfindung am Rohölmarkt beeinflussen.

Was ist SKK Migas?

SKK Migas ist die staatliche indonesische Aufsichtsbehörde für die Öl- und Gasförderung. Sie koordiniert die Aktivitäten der Förderunternehmen im Land und ist damit eine zentrale Schnittstelle zwischen Staat und Industrie. Dass ausgerechnet der Leiter dieser Behörde die Lieferzusage öffentlich bestätigt, unterstreicht die Bedeutung, die Jakarta dem Thema Versorgungssicherheit beimisst.

Ein Barrel entspricht rund 159 Litern. Umgerechnet handelt es sich bei der zugesagten Menge von bis zu 30 Millionen Barrel um ein erhebliches Volumen, das Indonesien im Bedarfsfall kurzfristig abrufen könnte. Ob und wann tatsächlich Lieferungen erfolgen, ließ Djoko jedoch offen.

Offene Fragen bleiben

Die Ankündigung wirft mehrere Fragen auf, die bislang unbeantwortet sind. Unklar ist etwa, zu welchen Konditionen das Öl geliefert würde, über welchen Zeitraum sich die Lieferungen erstrecken sollen und ob verbindliche Verträge bereits unterzeichnet wurden. Auch die Reaktion der VAE-Seite steht noch aus, da die Botschaft in Jakarta keine Stellungnahme abgab.

Fest steht bislang nur die grundsätzliche Bereitschaft der Emirate, Indonesien im Bedarfsfall mit Öl zu versorgen. Für den Markt ist die Meldung ein weiterer Hinweis darauf, wie stark geopolitische Risiken derzeit die Energieversorgung und damit auch die Rohstoffmärkte prägen. Anleger, die in Ölwerte oder Energiefonds investiert sind, dürften die weitere Entwicklung der Lieferbeziehungen zwischen den Golfstaaten und asiatischen Abnehmern aufmerksam verfolgen.

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