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USO Öl-ETF schlägt den Ölpreis deutlich um Längen

Der U.S. Oil Fund übertrifft seit Monaten die tatsächliche Preisentwicklung von WTI-Rohöl – mit bemerkenswerten Zahlen.

USO Öl-ETF schlägt den Ölpreis deutlich um Längen

Der U.S. Oil Fund (USO) sorgt für Aufsehen unter Rohstoffinvestoren. Der börsengehandelte Fonds, der lange Zeit für seine schwache Performance gegenüber dem tatsächlichen Ölpreis bekannt war, dreht das Blatt nun um und übertrifft den Rohstoff deutlich.

In den vergangenen zwölf Monaten legte der USO ETF rund 25 Prozent an Wert zu. Die US-Referenz-Öl-Futures stiegen im selben Zeitraum lediglich um 11 Prozent – ein Performancevorsprung von rund 14 Prozentpunkten zugunsten des Fonds.

Langfristig noch deutlicherer Vorsprung

Bei einem Fünfjahresvergleich fällt die Diskrepanz noch größer aus. Der USO ETF hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt, während der Ölpreis nur um 18 Prozent zulegte. Für Anleger, die auf einen einfachen Ölpreis-Proxy gesetzt hatten, ist das eine bemerkenswerte Entwicklung.

Der Fonds selbst betont dabei einen wichtigen Unterschied: Der USO ist nicht darauf ausgelegt, den Ölpreis langfristig eins zu eins abzubilden. Vielmehr soll er die täglichen Preisbewegungen von WTI-Rohöl-Futures nachbilden – ein entscheidender Unterschied, der für Anleger beim Einsatz des Instruments relevant ist.

Für deutsche Privatanleger ist der USO über US-Börsen handelbar, allerdings sind dabei Währungsrisiken durch den US-Dollar zu berücksichtigen. Wer in Rohöl investieren möchte, sollte zudem die Besonderheiten von Futures-basierten ETFs kennen: Rollkosten beim regelmäßigen Wechsel auslaufender Terminkontrakte können die Performance langfristig beeinflussen – in beide Richtungen.

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