USA: Weißes Haus plant massiven Stellenabbau bei Flughafensicherheit TSA
Das Weiße Haus plant, über 9.400 TSA-Stellen zu streichen und 1,5 Milliarden Dollar einzusparen – mit weitreichenden Folgen für die US-Flughafensicherheit.

Das Weiße Haus hat laut aktuellen Haushaltsdokumenten drastische Kürzungen bei der Transportation Security Administration (TSA) vorgeschlagen. Konkret sollen mehr als 9.400 Stellen abgebaut und rund 1,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Die TSA ist die US-Bundesbehörde, die für Sicherheitskontrollen an amerikanischen Flughäfen zuständig ist und derzeit rund 60.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Präsident Donald Trump schlug am Freitag vor, kleinere Flughäfen dazu zu verpflichten, auf die TSA zu verzichten und stattdessen auf privates Sicherheitspersonal zu setzen. Dies sei ein erster Schritt zur umfassenden Privatisierung der Behörde, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegründet wurde. Die TSA entstand damals als direkte Reaktion auf die Sicherheitslücken, die die Anschläge offenbart hatten, und übernahm die bis dahin von privaten Unternehmen durchgeführten Flughafenkontrollen.
Zwei Wege zum Stellenabbau
Das Weiße Haus erläuterte in seinen Haushaltsplänen, wie die angestrebte Reduzierung der Belegschaft erreicht werden soll. Die Privatisierung der Sicherheitskontrollen an kleineren Flughäfen würde demnach allein rund 4.500 Stellen einsparen. Dieser Teil des Plans setzt auf den Einsatz privater Sicherheitsfirmen anstelle von Bundesbediensteten.
Darüber hinaus schlägt die TSA selbst vor, weitere 4.800 Stellen durch interne Maßnahmen abzubauen. Dazu zählen Effizienzsteigerungen, der Verzicht auf Personal an Flughafenausgängen sowie der Abbau von Redundanzen innerhalb der Behörde. Zusammen ergeben beide Maßnahmen den geplanten Gesamtabbau von mehr als 9.400 Stellen.
Hintergrund: Die TSA und ihre Bedeutung
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Zur AktienanalyseDie TSA wurde im November 2001 als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September gegründet und ist seitdem eine der bekanntesten Bundesbehörden der USA. Für Millionen von Reisenden sind die TSA-Kontrollpunkte an Flughäfen ein alltäglicher Bestandteil des Reisens. Die Behörde steht jedoch immer wieder in der Kritik – sowohl wegen langer Wartezeiten als auch wegen der hohen Kosten für den Steuerzahler.
Die nun vorgeschlagenen Kürzungen fügen sich in die breitere Sparpolitik der Trump-Administration ein, die in verschiedenen Bundesbehörden auf Stellenabbau und Privatisierung setzt. Für deutsche Reisende, die regelmäßig US-Flughäfen nutzen, könnten die Änderungen langfristig spürbare Auswirkungen auf Sicherheitsabläufe und Wartezeiten haben. Ob und in welcher Form die Pläne umgesetzt werden, hängt von der weiteren Haushaltsdebatte im US-Kongress ab.


