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USA verdoppeln Zölle auf Stahl und Aluminium

Importabhängigkeit bei Aluminium besonders hoch – China kaum betroffen

 USA verdoppeln Zölle auf Stahl und Aluminium

Die Vereinigten Staaten haben die Einfuhrzölle auf die meisten Stahl- und Aluminiumimporte verdoppelt. Damit verschärft Präsident Donald Trump den globalen Handelskonflikt. Diese Maßnahme betrifft vor allem enge Handelspartner in Nordamerika, Asien und Europa.

Etwa ein Viertel des in den USA verwendeten Stahls stammt aus dem Ausland. Der Großteil dieser Importe kommt aus Nachbarländern wie Mexiko und Kanada sowie von langjährigen Verbündeten wie Japan, Südkorea und Deutschland. Obwohl China der weltweit größte Produzent und Exporteur von Stahl ist, spielt das Land auf dem US-Markt kaum eine Rolle. Bereits 2018 eingeführte Strafzölle in Höhe von 25 Prozent haben den Großteil chinesischer Stahlprodukte vom US-Markt ferngehalten. Im vergangenen Jahr exportierte China lediglich 508.000 Nettotonnen Stahl in die Vereinigten Staaten. Das entsprach einem Anteil von 1,8 Prozent an den gesamten US-Stahlimporten.

Im Bereich Aluminium sind die Vereinigten Staaten noch stärker auf ausländische Lieferungen angewiesen. Rund die Hälfte des im Land verwendeten Aluminiums wird importiert. Dabei nimmt Kanada eine dominierende Stellung ein. Im vergangenen Jahr lieferte das Land 3,2 Millionen Tonnen Aluminium in die USA – doppelt so viel wie die nächsten neun Länder zusammen. Weitere bedeutende Lieferländer sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit 347.034 Tonnen sowie China mit 222.872 Tonnen.

Die eigene Aluminiumproduktion in den Vereinigten Staaten fällt im internationalen Vergleich gering aus. Die gesamte Kapazität der US-Schmelzen machte nach Angaben des U.S. Geological Survey lediglich 1,73 Prozent der weltweiten Kapazität aus. Die neue Zollmaßnahme könnte daher erhebliche Auswirkungen auf die Kostenstruktur der US-Industrie haben, die auf kontinuierliche Aluminiumzufuhr angewiesen ist.

Die Maßnahmen der US-Regierung dürften sowohl die Handelsbeziehungen zu den betroffenen Partnerländern belasten als auch wirtschaftliche Reaktionen nach sich ziehen. Die Zunahme protektionistischer Schritte könnte zudem bestehende Handelsabkommen unter Druck setzen. Die Entwicklungen werden international aufmerksam beobachtet, da sie nicht nur ökonomische, sondern auch politische Konsequenzen haben könnten.

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