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USA und Philippinen kurz vor Einigung über Wirtschaftssicherheitszone

Ein hochrangiger US-Beamter erwartet eine baldige Einigung im Rahmen der wachsenden „Pax Silica"-Technologieallianz.

USA und Philippinen kurz vor Einigung über Wirtschaftssicherheitszone

Die Vereinigten Staaten und die Philippinen werden „eher früher als später" eine Einigung über den langfristigen Rahmen einer gemeinsamen Wirtschaftssicherheitszone erzielen. Das erklärte Jacob Helberg, US-Staatssekretär für Wirtschaftswachstum, Energie und Umwelt, am Donnerstag in einem Interview mit Reuters am Rande des ATX-Gipfels in Singapur. Hintergrund ist ein im vergangenen Monat unterzeichneter Pakt, der den Philippinen den Beitritt zur US-geführten Technologieallianz „Pax Silica" ermöglichte.

„Ich erwarte, dass die Vereinigten Staaten und die Philippinen eher früher als später eine Einigung erzielen werden", sagte Helberg und betonte: „Dahinter steckt eine enorme Dynamik." Beide Länder verfügen laut dem Beamten über ein Zeitfenster von zwei Jahren, um die konkreten Modalitäten der Zone auszuarbeiten. Darüber hinaus sollen sektorale Industrieprioritäten für die Arten von Wirtschaftsaktivitäten innerhalb der Zone festgelegt werden.

Was ist „Pax Silica"?

Das Programm „Pax Silica" ist eine von Washington vorangetriebene Allianz, die darauf abzielt, die gesamte Technologie-Lieferkette zu sichern. Dies umfasst kritische Mineralien, fortschrittliche Fertigung sowie Computer- und Dateninfrastruktur. Mit dem Beitritt der Philippinen zählt die Allianz nun 13 Mitglieder – gestartet war sie im vergangenen September noch mit sieben Gründungsmitgliedern.

Helberg zufolge ist die Allianz seitdem rasch auf 15 Mitglieder angewachsen. „Wir werden bis Ende nächsten Monats höchstwahrscheinlich bei 16 liegen, da wir in den nächsten vier Wochen wahrscheinlich ein oder zwei Mitglieder hinzufügen werden", erklärte er. Das unterstreicht das aggressive Expansionstempo, mit dem Washington seine technologiepolitischen Partnerschaften im Indo-Pazifik ausbaut.

Geplantes Gelände in New Clark City

Helberg besuchte am Montag ein geplantes Gelände in New Clark City, nördlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Das Areal umfasst rund 1.620 Hektar (4.000 Acres) und soll als Standort für die Wirtschaftssicherheitszone dienen. In seiner Begleitung befanden sich Vertreter von mehr als einem Dutzend US-Unternehmen, darunter 8VC, Agility Robotics, Joby Aviation und Valar Atomics.

Auch Young Liu, der Vorsitzende von Foxconn – dem weltweit größten Auftragsfertiger für Elektronik –, gehörte der Delegation an, wie ein auf der Plattform X veröffentlichtes Foto zeigte. Helberg betonte, dass das Interesse sowohl seitens der bereits teilnehmenden Unternehmen als auch von weiteren US-Firmen groß sei, auch wenn es sich noch in einer frühen Phase befinde.

Trotz der positiven Signale gibt es noch offene Punkte: Die Philippinen haben der Forderung nach diplomatischer Immunität für die Zone bisher nicht zugestimmt, wie der Chef der philippinischen Entwicklungsbehörde gegenüber Bloomberg erklärte. Dies könnte die Verhandlungen noch verzögern, auch wenn beide Seiten grundsätzlich an einer raschen Einigung interessiert scheinen.

Am Rande des ATX-Gipfels in Singapur traf Helberg zudem mit den Digitalministern der elf Mitglieder umfassenden ASEAN-Regionalorganisation zusammen. Er sprach dabei nach eigenen Angaben mit Singapur und „einer Reihe anderer" Länder über Möglichkeiten in den Bereichen Mineralien und Logistik – ein weiteres Zeichen dafür, dass Washington seine Technologiepartnerschaften in Südostasien systematisch ausweitet.

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