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USA und Mexiko verhandeln über USMCA – Trump sät Zweifel

Zweite Verhandlungsrunde in Washington fokussiert auf Landwirtschaft und Energie, während Trumps Skepsis das Abkommen belastet.

USA und Mexiko verhandeln über USMCA – Trump sät Zweifel

Unterhändler der USA und Mexikos sind am Dienstag in Washington zu einer zweiten Verhandlungsrunde zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Bereiche Landwirtschaft und Energie. Ziel ist die Überarbeitung des nordamerikanischen Handelsabkommens USMCA, das neben den USA und Mexiko auch Kanada umfasst.

Das Abkommen besteht seit 32 Jahren und bildet das Fundament des nordamerikanischen Freihandels. Präsident Donald Trump hat jedoch Zweifel an der Zukunft der Freihandelszone geäußert und damit Unsicherheit in die laufenden Verhandlungen gebracht. Für deutsche Anleger und exportorientierte Unternehmen ist das USMCA von Bedeutung, da es den größten Freihandelsraum der Welt mitgestaltet.

Agrarverbände fordern Verlängerung um 16 Jahre

Agrarverbände machen in dieser Situation Druck auf die Trump-Administration. Sie drängen darauf, das US-Mexiko-Kanada-Abkommen um weitere 16 Jahre zu verlängern. Damit wollen sie langfristige Planungssicherheit für den nordamerikanischen Agrarhandel sicherstellen.

Die Forderungen der Agrarlobby sind dabei konkret und weitreichend. Auf ihrer Agenda stehen unter anderem:

  • Zollfreier Zugang für Agrarprodukte
  • Gestärkte Bestimmungen für den Export von gentechnisch verändertem Mais nach Mexiko
  • Verbesserter Zugang für Ethanol auf dem mexikanischen Markt
  • Generell erweiterter Zugang zum weitgehend abgeschotteten mexikanischen Markt

Hintergrund: Was ist das USMCA?

Das USMCA – auf Deutsch auch als nordamerikanisches Handelsabkommen bekannt – ist der Nachfolger des NAFTA-Abkommens und trat im Jahr 2020 in Kraft. Es regelt den Handel zwischen den USA, Mexiko und Kanada und ist eines der bedeutendsten Handelsabkommen weltweit. Das Abkommen enthält Klauseln zur regelmäßigen Überprüfung, was die aktuellen Verhandlungen ausgelöst hat.

Für die Landwirtschaft ist das Abkommen besonders relevant, da Nordamerika einer der größten Agrarmärkte der Welt ist. Mexiko ist ein wichtiger Abnehmer für US-amerikanische Agrarprodukte wie Mais und Ethanol. Streitpunkte entstehen immer wieder durch mexikanische Importbeschränkungen, insbesondere bei gentechnisch veränderten Produkten.

Die zweite Verhandlungsrunde in Washington zeigt, dass beide Seiten trotz Trumps öffentlicher Skepsis weiterhin am Verhandlungstisch sitzen. Wie weit die Positionen auseinanderliegen und ob eine Einigung in greifbarer Nähe ist, bleibt nach aktuellem Stand offen. Die Äußerungen Trumps dürften die Verhandlungsatmosphäre jedoch zusätzlich belasten und die Unsicherheit auf beiden Seiten erhöhen.

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