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USA und Japan schließen neues Handelsabkommen

Ölpreise stabilisieren sich – Markt bleibt wegen EU-China-Gipfel angespannt

USA und Japan schließen neues Handelsabkommen

Die Ölpreise haben nach einem dreitägigen Rückgang in der Nacht zum Mittwoch leicht zugelegt. Grund dafür ist ein neues Handelsabkommen zwischen den USA und Japan, das Fortschritte bei Zöllen signalisiert. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um 21 Cent auf 68,80 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) um 17 Cent auf 65,48 US-Dollar zulegte. In der Sitzung zuvor hatten beide Referenzsorten etwa ein Prozent eingebüßt, nachdem die EU Gegenmaßnahmen gegen US-Zölle in Betracht gezogen hatte. Die Hoffnung auf ein Abkommen vor der Frist am 1. August war zuvor gesunken.

US-Präsident Donald Trump gab am Dienstag bekannt, dass sich die Vereinigten Staaten und Japan auf ein Handelsabkommen verständigt haben. Teil des Deals ist ein US-Zoll in Höhe von 15 Prozent auf Einfuhren aus Japan. Zudem habe Japan Investitionen in Höhe von 550 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten zugesagt. Die Entwicklung wird von Marktbeobachtern jedoch nur als begrenzter Impuls für steigende Ölpreise gesehen, da die Gespräche mit der EU und China weiterhin von Unsicherheit geprägt sind.

Die Erwartungen für den anstehenden EU-China-Gipfel am Donnerstag sind verhalten. Im Vorfeld teilte das chinesische Handelsministerium mit, dass der Handelsminister Chinas und der Handelsbeauftragte der EU ein offenes und vertieftes Gespräch über wirtschaftliche Zusammenarbeit und bestehende Herausforderungen geführt hätten. Marktteilnehmer bleiben dennoch vorsichtig, da Spannungen mit Peking und Washington weiterhin auf die Stimmung drücken.

Ein weiterer Aspekt, der auf die Ölpreise Einfluss nahm, sind aktuelle Lagerbestandsdaten aus den USA. Wie Marktquellen unter Berufung auf Zahlen des American Petroleum Institute mitteilten, sind die Bestände an Rohöl und Benzin in der vergangenen Woche gesunken. Die Vorräte an Destillaten hingegen stiegen um 3,48 Millionen Barrel. Analysten des Finanzinstituts ING werten dies als Entlastung für den Markt für mitteldestillierte Produkte, der zuletzt unter einem knappen Angebot gelitten hatte.

US-Energieministerium erwägt zudem neue Sanktionen gegen russisches Öl als Teil der Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die EU hatte am Freitag ein weiteres, mittlerweile 18. Sanktionspaket beschlossen, das eine Senkung der Preisobergrenze für russisches Rohöl vorsieht. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Wirksamkeit der Maßnahme begrenzt bleibt, solange die Vereinigten Staaten sich nicht an der Umsetzung beteiligen.

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