USA und China sprachen über Zollkonflikt
Erstes Spitzentreffen in Genf nach monatelanger Eskalation der Handelszölle

Im anhaltenden Zollkonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China hatte sich erstmals seit Monaten eine Annäherung abgezeichnet. Hochrangige Vertreter beider Länder waren am Wochenende in Genf zu Gesprächen zusammengekommen. Auf amerikanischer Seite nahmen Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer teil, während China durch Vize-Ministerpräsident He Lifeng vertreten wurde. Ziel des Treffens war es, die tiefgreifenden Spannungen im bilateralen Handel zu entschärfen, die sich durch wiederholte Zollanhebungen in den vergangenen Jahren weiter verschärft hatten.
Seit seinem Amtsantritt im Januar hatte US-Präsident Donald Trump die Zölle auf chinesische Produkte schrittweise erhöht. Zuletzt lag der Satz bei 145 Prozent. China reagierte seinerseits mit Gegenzöllen in Höhe von 125 Prozent. Die gegenseitige Eskalation hatte in den letzten Monaten zu einer erheblichen Belastung des Welthandels geführt. Beide Seiten hatten sich bisher unnachgiebig gezeigt und signalisiert, dass sie jeweils in der stärkeren Verhandlungsposition seien.
Trotz der Aufnahme von Gesprächen hatten beide Seiten die Erwartungen an ein schnelles Ergebnis gedämpft. Es blieb unklar, ob es zu einer konkreten Einigung oder zumindest zu ersten Zugeständnissen kommen würde. Die Tatsache, dass überhaupt Gespräche stattfanden, wurde jedoch als ein vorsichtiger Schritt in Richtung Deeskalation gewertet. Im Vorfeld hatte es vereinzelt Hinweise gegeben, dass Washington unter bestimmten Bedingungen zu einer Senkung der Strafzölle bereit sein könnte.
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Zur AktienanalyseUS-Präsident Trump hatte sich zuletzt auf seiner Plattform Truth Social zu den bestehenden Handelsbarrieren geäußert. Dort schrieb er, dass ein Zollsatz von 80 Prozent auf chinesische Produkte angemessen sei. Damit deutete er erstmals seit Monaten eine mögliche Reduzierung der bisherigen Abgabensätze an, ohne jedoch konkrete Zusagen zu machen. Ob diese Aussage einen Kurswechsel in der Handelspolitik der USA darstellte oder lediglich ein taktisches Signal im Vorfeld der Gespräche war, blieb offen. Die Verhandlungen in Genf galten daher als erster echter Belastungstest für die Bereitschaft beider Länder, sich aus der verfahrenen Lage zu lösen.


