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USA skeptisch gegenüber Wirtschaftsplänen von Frankreichs Rassemblement National

US-Botschafter Charles Kushner traf RN-Spitzen Marine Le Pen und weitere Präsidentschaftskandidaten – mit wenig Begeisterung für deren Wirtschaftsagenda.

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USA skeptisch gegenüber Wirtschaftsplänen von Frankreichs Rassemblement National

Der Rassemblement National (RN) hat sich zur stärksten Fraktion im französischen Parlament entwickelt und gilt als ernsthafter Anwärter auf die Präsidentschaft 2027. Die Partei kombiniert eine harte Migrationspolitik mit populistischen Versprechen zum Schutz von Arbeitsplätzen und Kaufkraft. Doch genau diese wirtschaftspolitische Ausrichtung sorgt zunehmend für Unbehagen – nicht nur in Frankreich, sondern auch in Washington.

US-Botschafter Charles Kushner und sein Team haben sich mit den meisten der wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten aus dem gesamten politischen Spektrum Frankreichs getroffen. Darunter befanden sich auch die Parteispitzen des Rassemblement National: Marine Le Pen und ihr 30-jähriger Parteikollege. Laut Reuters zeigten sich die US-Regierungsvertreter von den wirtschaftspolitischen Plänen der Partei wenig beeindruckt.

Staatsinterventionismus und Protektionismus als Streitpunkte

Die langjährige Rhetorik des RN in Bezug auf Staatsinterventionismus und protektionistische Maßnahmen bereitet nicht nur amerikanischen Diplomaten Sorgen. Auch französische Blue-Chip-Unternehmen und Investoren blicken mit Skepsis auf die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der Partei. Für internationale Partner und Kapitalmärkte sind solche Positionen traditionell ein Warnsignal.

Protektionismus und staatliche Eingriffe in die Wirtschaft stehen im Widerspruch zu den Grundsätzen des freien Handels, die Washington seit Jahrzehnten propagiert. Dass US-Vertreter sich gezielt mit Kandidaten aus dem gesamten politischen Spektrum treffen, zeigt das strategische Interesse der USA an der künftigen Ausrichtung Frankreichs – eines der wichtigsten NATO-Partner und der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone.

RN auf dem Weg zur Macht

Der Aufstieg des Rassemblement National ist ein zentrales Thema der europäischen Politik. Die Partei, die lange Zeit als Außenseiter galt, hat sich in den vergangenen Jahren zur dominierenden Kraft im französischen Parlament entwickelt. Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2027 gilt Marine Le Pen – sofern sie kandidieren kann – als eine der meistgenannten Favoritinnen.

Die Kombination aus Migrationsskepsis und wirtschaftlichem Nationalismus spricht viele Wähler an, die sich von der politischen Mitte nicht mehr vertreten fühlen. Doch genau diese Mischung macht den RN für internationale Investoren und Verbündete zu einem unsicheren Faktor. Wie die Partei ihre wirtschaftspolitischen Positionen im Falle einer Regierungsübernahme umsetzen würde, bleibt eine der zentralen offenen Fragen der französischen Politik.

Für deutsche Anleger und Unternehmen ist die Entwicklung in Frankreich von unmittelbarer Bedeutung. Als engster Wirtschaftspartner Deutschlands und Mitanker der Eurozone hätte ein wirtschaftspolitischer Kurswechsel in Paris weitreichende Folgen für den gesamten europäischen Binnenmarkt und die gemeinsame Währung.

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