USA sichern sich Einfluss auf Häfen am Panamakanal
BlackRock übernimmt Mehrheit – Geopolitische Spannungen zwischen Washington und Peking wachsen

Der US-Finanzinvestor BlackRock soll die Kontrolle über zwei wichtige Häfen am Panamakanal übernehmen. Der in Hongkong ansässige Mischkonzern CK Hutchison verkauft eine 80-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Panama Ports Company an ein von BlackRock geführtes Konsortium. Der Kaufpreis beträgt 14,21 Milliarden US-Dollar. Der Konzern betonte, dass andere Hafenbeteiligungen, etwa in Hongkong oder Shenzhen, nicht von der Transaktion betroffen seien.
Die Häfen Balboa und Cristobal, die an beiden Enden des Panamakanals liegen, befinden sich seit mehr als zwei Jahrzehnten unter der Kontrolle von CK Hutchison. Eine Vereinbarung zur Nutzung war im Jahr 2021 automatisch um weitere 25 Jahre verlängert worden. Für den Verkauf steht nun noch die Zustimmung der zuständigen Behörden aus. Der Druck der US-Regierung spielte eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung.
US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt den Einfluss Chinas auf den Panamakanal kritisiert. Er prangerte an, dass das US-Militär Nutzungsgebühren für die Durchfahrt zahlen müsse, und hatte mehrfach gedroht, die Wasserstraße wieder unter US-Kontrolle zu bringen. Der Panamakanal war von den USA gebaut und 1914 eröffnet worden. Im Jahr 1977 unterzeichneten US-Präsident Jimmy Carter und Panamas damaliger Machthaber Omar Torrijos ein Abkommen zur Übergabe des Kanals an Panama. Seit 1999 liegt die Kontrolle offiziell beim panamaischen Staat.
Laut Angaben des US-Außenministeriums sollen staatliche US-Schiffe künftig keine Gebühren mehr für die Nutzung des Panamakanals zahlen. Dies könnte zu weiteren Spannungen in der internationalen Schifffahrt führen, da der Kanal eine zentrale Rolle im Welthandel spielt. Er ermöglicht eine schnelle Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik und erspart Schiffen die aufwendige Umschiffung Südamerikas. Zu den Hauptnutzern der Wasserstraße zählen neben den USA auch China, Japan und Südkorea.
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Zur AktienanalyseDie geplante Übernahme der Häfen durch BlackRock wird vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China betrachtet. Die Vereinigten Staaten streben eine größere Kontrolle über die Handelsrouten in Mittelamerika an, während China in den vergangenen Jahren verstärkt in maritime Infrastruktur weltweit investiert hat. Ob die panamaischen Behörden den Verkauf genehmigen, bleibt abzuwarten.


