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USA schießen iranische Drohnen nahe Straße von Hormus ab

Das US-Militär meldet den Abschuss von vier iranischen Drohnen und Angriffe auf Radarstationen im Süden Irans.

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USA schießen iranische Drohnen nahe Straße von Hormus ab

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat den Abschuss von vier iranischen Drohnen bekanntgegeben, die in Richtung der Straße von Hormus gestartet worden waren. Laut CENTCOM stellten die Drohnen eine unmittelbare Bedrohung für den regionalen Schiffsverkehr dar. Die Informationen wurden von Al Jazeera unter Berufung auf das US-Militär veröffentlicht.

Im Anschluss an den Drohnenabschuss griffen US-Streitkräfte Radarstandorte in Goruk sowie auf der Insel Qeschm im Süden Irans an. CENTCOM begründete die Angriffe damit, weitere Attacken abwehren zu wollen. Die iranische Marine hatte zuvor erklärt, Warnschüsse auf US-Streitkräfte im Golf von Oman abgegeben zu haben, und warf amerikanischen Schiffen vor, Schiffe in der Region zu bedrängen – eine Darstellung, die CENTCOM zurückwies.

Straße von Hormus: Brennpunkt globaler Ölversorgung

Der jüngste Schlagabtausch verdeutlicht das anhaltende Risiko rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für weltweite Öllieferungen. Die Wasserstraße zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel ist seit Jahren ein zentraler Konfliktpunkt zwischen Washington und Teheran. Beide Seiten betonten jedoch, dass ein Waffenstillstand weiterhin in Kraft sei.

US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Gespräche mit dem Iran nicht überstürzt werden dürften und jedes Abkommen den nationalen Interessen der USA dienen müsse. Er deutete an, dass die Preise für Treibstoff und Düngemittel sinken könnten, sobald der Konflikt gelöst sei – entweder durch eine Verhandlungslösung oder durch das, was er als „den sehr harten Weg" bezeichnete.

US-Energieminister Chris Wright knüpfte niedrigere Benzin- und Dieselpreise direkt an eine mögliche Einigung mit dem Iran. Eine solche Einigung würde es ermöglichen, mehr Öl durch die Straße von Hormus zu transportieren. Wright erklärte zudem, dass die Strategische Erdölreserve der USA nach dem Krieg aufgestockt werde, da Unternehmen mehr Öl zurückgeben würden, als sie geliehen hätten.

Regionaler Konflikt weitet sich aus

Die Spannungen beschränken sich nicht auf den Iran und die USA. Der libanesische Präsident Joseph Aoun warf dem Iran vor, den Libanon als Verhandlungsmasse in den Gesprächen mit Washington zu benutzen. Israelische Angriffe im Südlibanon hielten trotz Bemühungen um einen Waffenstillstand an. Die Hisbollah gab an, von Donnerstag bis Freitag 32 Angriffe auf israelische Streitkräfte im Südlibanon durchgeführt zu haben, wobei Truppen, Fahrzeuge und Flugzeuge mit Raketen, Artillerie, Drohnen und Boden-Luft-Raketen ins Visier genommen wurden.

Auch Kuwait meldete sich zu Wort: Die kuwaitische Armee teilte mit, auf Raketen- und Drohnenangriffe zu reagieren, und forderte die Bevölkerung auf, offizielle Sicherheitsanweisungen zu befolgen. Das US-Außenministerium genehmigte separat einen potenziellen Verkauf von Ausrüstung zur Drohnenabwehr an Kuwait im Wert von 1,98 Milliarden US-Dollar.

Auf diplomatischer Ebene bereitet der Iran laut Al Jazeera eine Antwort auf neue US-Vorschläge vor. Teheran fordert zudem die Freigabe von mindestens der Hälfte seiner eingefrorenen Vermögenswerte bei Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit Washington. Die Lage bleibt damit sowohl militärisch als auch diplomatisch äußerst angespannt – mit direkten Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte.

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