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USA prüfen Antisubventionszölle auf Solarmodule aus Asien

Das US-Handelsministerium entscheidet über Strafzölle auf Solarzellen aus Indien, Indonesien und Laos.

USA prüfen Antisubventionszölle auf Solarmodule aus Asien

Das US-Handelsministerium gibt eine vorläufige Entscheidung über mögliche Antisubventionszölle auf Solarzellen und -module aus Indien, Indonesien und Laos bekannt. Es handelt sich um die erste von zwei geplanten Entscheidungen in einem laufenden Handelsverfahren. Endgültige Festlegungen werden im weiteren Jahresverlauf erwartet.

Die sogenannten Ausgleichszölle (Countervailing Duties) richten sich gegen Unternehmen, die nach Einschätzung der US-Behörden von unfairen staatlichen Subventionen profitieren. Diese Subventionen sollen amerikanische Hersteller wettbewerbsunfähig machen. Im nächsten Monat folgt eine weitere Entscheidung darüber, ob die betroffenen Unternehmen den US-Markt mit Dumpingpreisen unterhalb ihrer Produktionskosten überschwemmt haben.

Wer steckt hinter dem Handelsverfahren?

Antragsteller ist die Alliance for American Solar Manufacturing and Trade, zu der unter anderem die südkoreanische Hanwha Qcells und die in Arizona ansässige First Solar gehören. Beide Unternehmen haben Milliarden in US-Produktionsstandorte investiert und wollen diese vor günstigeren Importen schützen. Der Antrag wurde bereits im Juli des Vorjahres eingereicht.

Die Allianz wirft chinesischen Unternehmen vor, ihre Produktion aus Ländern, die bereits mit US-Zöllen belegt sind, gezielt nach Indonesien und Laos verlagert zu haben. Indische Hersteller werden beschuldigt, Solarprodukte zu Dumpingpreisen in den USA abzusetzen. Damit soll die bestehende Zollpolitik der USA systematisch umgangen werden.

Erfolgreiche Zollpolitik als Vorbild

Die Allianz kann auf eine Reihe von Erfolgen zurückblicken: Bereits in der Vergangenheit gelang es ihr, Zölle auf Solarimporte aus Malaysia, Kambodscha, Vietnam und Thailand durchzusetzen. Das aktuelle Verfahren folgt damit einem bewährten Muster im Kampf gegen günstige asiatische Konkurrenz.

Für europäische und deutsche Investoren ist das Verfahren von Bedeutung, da es die globalen Lieferketten für Solarmodule weiter unter Druck setzen könnte. Höhere Importkosten in den USA könnten Nachfrageverschiebungen auslösen und Preise auf anderen Märkten beeinflussen. Die Solarbranche weltweit beobachtet die Entwicklung daher aufmerksam.

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