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USA: Neue 45-Dollar-Gebühr für Flugreisende ohne Real ID ab Februar

Wer ab 1. Februar ohne Real ID oder Reisepass fliegt, muss tief in die Tasche greifen.

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USA: Neue 45-Dollar-Gebühr für Flugreisende ohne Real ID ab Februar

Ab dem 1. Februar 2025 führen die USA eine neue Gebühr für Flugreisende ein, die keine Real ID besitzen. Die Transportation Security Administration (TSA) verlangt 45 Dollar von Passagieren ab 18 Jahren, die ohne diesen verstärkten Ausweis oder einen Reisepass an Bord gehen wollen. Die Regelung betrifft etwa 6 Prozent aller US-Reisenden und könnte besonders Familien teuer zu stehen kommen.

Die Real ID ist ein verbesserter Führerschein oder Personalausweis mit erhöhten Sicherheitsmerkmalen, erkennbar an einem Stern-Symbol. Seit dem 7. Mai 2025 ist sie für Inlandsflüge und den Zugang zu bestimmten Bundeseinrichtungen vorgeschrieben. Alternativ akzeptiert die TSA US-Reisepässe oder Reisepasskarten. Wer keines dieser Dokumente vorweisen kann, muss künftig das alternative Identitätsprüfungssystem "TSA ConfirmID" nutzen – gegen Gebühr.

Gebühr gilt nur zehn Tage

Die 45-Dollar-Gebühr berechtigt zur Nutzung des ConfirmID-Systems für einen Reisezeitraum von zehn Tagen. Bei längeren Reisen oder späteren Flügen außerhalb dieses Zeitfensters wird die Gebühr erneut fällig. Eine vierköpfige Familie mit volljährigen Kindern könnte bei einer längeren Reise somit über 200 Dollar zusätzlich zahlen, warnt Verbraucherschützer John Breyault. Kinder unter 18 Jahren sind von der Ausweispflicht ausgenommen.

Reisende können die Gebühr vorab online auf tsa.gov/ConfirmID entrichten und am Flughafen den Zahlungsbeleg zusammen mit einem beliebigen staatlich ausgestellten Ausweis vorzeigen. Die TSA empfiehlt dringend die Online-Zahlung vor Reiseantritt, da die Abwicklung am Flughafen zu Verzögerungen und verpassten Flügen führen kann. Eine Zahlung vor Ort ist zwar möglich, aber nicht empfohlen.

476 Millionen Dollar Einnahmen erwartet

Die TSA rechnet damit, dass Reisende das ConfirmID-Programm in den kommenden fünf Jahren etwa 10,6 Millionen Mal nutzen werden. Die Gebühreneinnahmen sollen sich auf rund 476 Millionen Dollar belaufen und die Verwaltungskosten des Systems decken. "Nicht konforme Reisende und nicht die Steuerzahler sollen die Kosten tragen", erklärte Adam Stahl, hochrangiger TSA-Beamter.

Interessant: In einem Bericht vom 13. November hatte die TSA zunächst eine Gebühr von nur 18 Dollar geschätzt – weniger als die Hälfte des nun festgelegten Betrags. Auf Nachfrage nannte die Behörde keine spezifischen Gründe für die deutliche Erhöhung innerhalb weniger Wochen. Die Gebührenstruktur soll künftig alle zwei Jahre überprüft und an veränderte Bedingungen angepasst werden.

Real ID Act als Reaktion auf 9/11

Der Real ID Act wurde 2005 vom US-Kongress als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 verabschiedet. Das Gesetz legt Mindestsicherheitsstandards für staatlich ausgestellte Führerscheine und Personalausweise fest. Die Kosten für eine Real ID variieren je nach Bundesstaat – in New Jersey beispielsweise kostet die Beantragung 35 Dollar.

Verbraucherschützer Breyault rät Reisenden, sich rechtzeitig um einen Real ID-konformen Ausweis zu kümmern oder sicherzustellen, dass sie über einen Reisepass verfügen. Die neue Gebühr treffe vor allem Reisende mit niedrigem bis mittlerem Einkommen sowie Familien besonders hart. Für deutsche USA-Reisende ändert sich nichts – sie benötigen ohnehin einen gültigen Reisepass.

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