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USA nehmen Avocado-Inspektionen in Mexikos Michoacán teilweise wieder auf

Nach einer Sicherheitsaussetzung nimmt die US-Botschaft ihre Aktivitäten im mexikanischen Avocado-Gürtel schrittweise wieder auf.

USA nehmen Avocado-Inspektionen in Mexikos Michoacán teilweise wieder auf

Die US-Regierung hat angekündigt, ihre Aktivitäten im mexikanischen Bundesstaat Michoacán teilweise wieder aufzunehmen. Das teilte die US-Botschaft am Freitag mit und lockerte damit eine Aussetzung, die seit Mittwoch die für den Avocado-Export notwendigen Inspektionen blockiert hatte. Auslöser waren Sicherheitsbedenken in der von Gewalt geprägten Region.

Konkret sollen die offiziellen US-Aktivitäten ab Samstag in einigen Städten des sogenannten „Avocado-Gürtels" von Michoacán wieder aufgenommen werden. Die Botschaft verwies dabei auf Zusagen der mexikanischen Regierung, auf implementierte Sicherheitsmaßnahmen sowie auf eine fortlaufende Abstimmung über die Bedingungen vor Ort. Einen Zeitplan für eine vollständige Wiederaufnahme nannte die Botschaft nicht.

Hintergrund: Kartellgewalt und bedrohte Inspektoren

Die USA hatten ihre Regierungsaktivitäten in Michoacán am Mittwoch aufgrund einer, wie es offiziell hieß, „Bedrohung von US-Interessen" ausgesetzt. Ein Regierungsvertreter aus Michoacán erklärte gegenüber Reuters, die Behörden vermuteten, dass die US-Sicherheitswarnung durch Gewaltakte im Zusammenhang mit der Verhaftung des mutmaßlichen Kartellführers Alfonso Fernandez Magallon ausgelöst worden sein könnte. Zudem lagen den Behörden unbestätigte Berichte vor, wonach ein Inspektor des US-Landwirtschaftsministeriums bedroht worden sein könnte.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, Mexiko stimme sich mit der US-Botschaft ab, um die Sicherheit der Inspektoren zu gewährleisten. Gleichzeitig wurden mehr als 1.500 Soldaten und Angehörige der Nationalgarde nach Michoacán entsandt, um die Lage zu stabilisieren.

Lieferkette vorerst nicht stark beeinträchtigt

Der mexikanische Verband für Hass-Avocados erklärte am Donnerstag, man erwarte nicht, dass die Unterbrechung den grenzüberschreitenden Absatz kurzfristig erheblich beeinträchtigen werde. Bestehende Lagerbestände sowie Produkte, die sich bereits in der Lieferkette befinden, sollten die US-Nachfrage weiterhin decken können.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die US-Avocado-Inspektionen in Michoacán unterbrochen wurden. Bereits 2022 und 2024 kam es nach Sicherheitsvorfällen mit Inspektoren zu vorübergehenden Aussetzungen. Die Wiederholungen zeigen, wie fragil die Lieferkette für eines der beliebtesten Exportprodukte Mexikos ist.

Michoacán: Zentrum des globalen Avocado-Handels

Michoacán ist der führende Avocado-Produzent Mexikos und ein entscheidender Lieferant für den US-Markt. Die USA sind der weltgrößte Importeur von Avocados, und ein Großteil davon stammt aus dieser einen mexikanischen Region. Für die Einfuhr in die Vereinigten Staaten sind Inspektionen durch US-Behörden vor Ort zwingend erforderlich – ohne diese Freigabe können die Früchte nicht legal in den US-Markt gelangen.

Die Situation verdeutlicht, wie stark wirtschaftliche Lieferketten von der Sicherheitslage in Anbauregionen abhängen können. Für deutsche Verbraucher und den europäischen Lebensmittelhandel sind die direkten Auswirkungen begrenzt, da Europa hauptsächlich aus anderen Quellen beliefert wird. Dennoch können solche Ereignisse globale Avocado-Preise beeinflussen, da die USA als größter Einzelmarkt eine preisbestimmende Rolle spielen.

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