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USA lockern Venezuela-Sanktionen: Generallizenz für Ölsektor

Die US-Regierung plant eine Generallizenz zur teilweisen Aufhebung der Sanktionen gegen Venezuelas Energiesektor. Dies soll ein 2-Milliarden-Dollar-Ölabkommen und umfangreiche Investitionen ermöglichen.

USA lockern Venezuela-Sanktionen: Generallizenz für Ölsektor

Die USA bereiten eine weitreichende Lockerung der Sanktionen gegen den venezolanischen Energiesektor vor. Wie vier mit den Vorbereitungen vertraute Quellen gegenüber Reuters mitteilten, arbeiten US-Beamte an einer Generallizenz, die zahlreiche Beschränkungen aufheben soll. Dies markiert einen Kurswechsel gegenüber dem bisherigen Plan, nur einzelne Unternehmen mit individuellen Lizenzen auszustatten.

Hintergrund der Sanktionslockerung

Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar kündigte Washington an, die Sanktionen gegen Venezuelas Energiewirtschaft zu lockern. Ziel ist es, ein Ölversorgungsabkommen im Wert von 2 Milliarden Dollar zwischen Caracas und Washington zu ermöglichen. Zudem soll ein ambitionierter Wiederaufbauplan für die venezolanische Ölindustrie im Umfang von 100 Milliarden Dollar umgesetzt werden.

Die große Zahl individueller Lizenzanträge von Unternehmen wie Chevron, Repsol, ENI und Reliance Industries hatte die Fortschritte bei den Exportplänen und der Investitionsmobilisierung verzögert. Eine Generallizenz soll diesen Prozess nun beschleunigen und vereinfachen.

Dramatischer Einbruch der Ölexporte

Venezuelas Ölexporte waren im Dezember auf nur noch 500.000 Barrel pro Tag eingebrochen, verglichen mit 952.000 Barrel im November. Ursache war eine von Präsident Trump angeordnete Blockade aller sanktionierten Schiffe, die das Land anlaufen. Im Gesamtjahr 2024 exportierte Venezuela durchschnittlich 850.000 Barrel pro Tag.

Der staatliche Ölkonzern PDVSA kämpft derzeit damit, die Produktionskürzungen rückgängig zu machen, die aufgrund massiver Lagerbestände notwendig wurden. Bereits erteilte Lizenzen für die Handelshäuser Vitol und Trafigura zum Export von bis zu 50 Millionen Barrel haben Venezuela geholfen, etwa 11,3 Millionen Barrel an Lagerbeständen abzubauen.

Privilegien für US-Unternehmen geplant

Die geplante Generallizenz könnte US-Firmen gegenüber ausländischen Wettbewerbern bevorzugen, wie eine der Quellen mitteilte. Dies entspricht Trumps "America First"-Politik. Die Lizenz soll Produktionssteigerungen in Ölfeldern fördern, die inländische Raffineriekapazität erhöhen und die marode Infrastruktur sowie die instabile Stromversorgung verbessern.

Gesetzesreform in Venezuela

Parallel zu den US-Plänen hat Venezuela eine umfassende Reform seines wichtigsten Ölgesetzes auf den Weg gebracht. Die Reform, die Öl- und Gasinvestitionen sowie Förderung und Exporte erleichtern soll, wurde vergangene Woche in erster Lesung gebilligt. Die endgültige Zustimmung der Nationalversammlung wird bereits für nächste Woche erwartet.

Das US-Finanzministerium, das Weiße Haus und das venezolanische Ölministerium äußerten sich zunächst nicht zu den Plänen. Die gesamte Energiewirtschaft Venezuelas war 2019 vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) unter Sanktionen gestellt worden, nachdem die USA Maduros Wiederwahl nicht anerkannt hatten.

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