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USA kurz vor Arzneimittel-Deals

Novartis und Roche verhandeln über Preisabkommen

USA kurz vor Arzneimittel-Deals

Das Weiße Haus steht kurz davor, Vereinbarungen mit den Schweizer Pharmakonzernen Novartis und Roche über Arzneimittelpreise bekannt zu geben. Wie aus einem Bericht hervorgeht, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, sollen die Absprachen Teil laufender Gespräche zwischen der US-Regierung und der Pharmaindustrie sein. Neben Novartis und Roche könnten auch weitere Unternehmen in eine entsprechende Ankündigung einbezogen werden.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Preise von Medikamenten auf dem US-Markt sowie die bestehenden Unterschiede zwischen den Vereinigten Staaten und anderen wohlhabenden Ländern. Die US-Regierung verfolgt seit längerem das Ziel, die Kosten für Arzneimittel für amerikanische Verbraucher zu senken und internationale Preisunterschiede stärker anzugleichen. Die nun bevorstehenden Vereinbarungen würden einen weiteren Schritt in diese Richtung darstellen.

Novartis bestätigte, dass das Unternehmen sich in Gesprächen mit der US-Regierung befindet. In einer Stellungnahme erklärte der Konzern, man bleibe bestrebt, konstruktive Lösungen zu finden, die sowohl die Kosten für Patienten in den USA senken als auch die bestehenden Preisunterschiede adressieren. Gleichzeitig betonte Novartis, dass aus Sicht des Unternehmens alle Länder Innovationen angemessen bewerten und einen fairen Beitrag zu deren Finanzierung leisten sollten, um einen zeitnahen Zugang zu neuen Therapien weltweit zu ermöglichen.

Auch Roche zählt zu den Unternehmen, die von den möglichen Vereinbarungen betroffen sein könnten. Der Basler Konzern ist wie Novartis stark vom US-Markt abhängig, der einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz ausmacht. Entsprechend groß ist das Interesse an klaren und verlässlichen Rahmenbedingungen für die Preisgestaltung von Medikamenten in den Vereinigten Staaten.

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund wiederkehrender politischer Debatten über die hohen Arzneimittelpreise in den USA statt. In der Vergangenheit hatten sowohl demokratische als auch republikanische Regierungen Initiativen angekündigt, um Preissenkungen durchzusetzen oder zumindest den Anstieg der Kosten zu begrenzen. Dabei standen insbesondere international tätige Pharmakonzerne im Fokus, deren Produkte in den USA häufig deutlich teurer sind als in Europa oder anderen Regionen.

An den Finanzmärkten wurde die Berichterstattung aufmerksam verfolgt. Die Aktien von Novartis und Roche zeigten sich im Umfeld der Meldungen leicht verändert. Marktteilnehmer bewerten mögliche Vereinbarungen vor allem im Hinblick auf ihre langfristigen Auswirkungen auf Umsätze und Margen der Unternehmen. Konkrete Details zu den Inhalten der Absprachen oder zu einem möglichen Zeitplan für eine offizielle Bekanntgabe wurden bislang nicht veröffentlicht.

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