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USA kontrollieren Venezuelas Ölverkäufe an China

Die Trump-Regierung erlaubt China weiterhin den Kauf venezolanischen Öls, besteht jedoch auf faire Marktpreise. Nach der Festnahme von Präsident Maduro kontrollieren die USA die Ölverkäufe des südamerikanischen Landes.

USA kontrollieren Venezuelas Ölverkäufe an China

Die US-Regierung hat klargestellt, dass China weiterhin venezolanisches Öl kaufen darf – allerdings nicht mehr zu den stark reduzierten Preisen der Maduro-Ära. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte am Donnerstag, dass die Verkäufe künftig zu fairen Marktpreisen erfolgen müssen.

Preisanstieg um fast 50 Prozent

Die Auswirkungen der neuen Regelung sind bereits deutlich sichtbar. Laut US-Energieminister Chris Wright erhalten die USA derzeit rund 45 US-Dollar pro Barrel für venezolanisches Öl. Vor der Festnahme Maduros am 3. Januar erhielt Venezuela lediglich etwa 31 Dollar pro Barrel – eine Steigerung von fast 50 Prozent.

"Dank der entschlossenen und erfolgreichen Strafverfolgungsaktion von Präsident Trump werden die Menschen in Venezuela von China und anderen Nationen einen fairen Preis für ihr Öl erzielen, anstatt eines korrupten, billigen Preises", so der US-Beamte unter der Bedingung der Anonymität.

China als größter Abnehmer

China war jahrelang Venezuelas wichtigster Ölkäufer. Die Verkäufe dienten hauptsächlich dazu, massive Kredite an Peking im Rahmen von Öl-für-Schulden-Geschäften zurückzuzahlen. Diese Praxis hatte dazu geführt, dass Venezuela sein Öl deutlich unter Marktwert verkaufte.

Die US-Regierung fordert nun, dass der Großteil des venezolanischen Öls an die Vereinigten Staaten verkauft wird, wobei das Öl grundsätzlich auf dem globalen Markt gehandelt werden kann.

Erste Lieferabkommen laufen

Die Handelshäuser Trafigura und Vitol haben bereits begonnen, im Rahmen eines anfänglichen Lieferabkommens venezolanisches Öl zu verkaufen. Bisher wurden etwa 11 Millionen Barrel gehandelt, was rund einem Viertel des insgesamt 2 Milliarden Dollar schweren Abkommens entspricht.

Trafigura schloss seinen ersten Rohölverkauf mit dem spanischen Energiekonzern Repsol ab. Vitol verhandelt derzeit Lieferungen an US-Raffinerien wie Valero und Phillips 66 sowie an die eigene Raffinerie in Italien.

Rückgang chinesischer Importe erwartet

Händler und Analysten rechnen ab Februar mit einem deutlichen Rückgang der chinesischen Ölimporte aus Venezuela. Seit die USA die Kontrolle über die Verkäufe des OPEC-Produzenten übernommen haben, konnten weniger Tanker ablegen.

Die USA erklärten, sie würden die Ölverkäufe Venezuelas auf unbestimmte Zeit kontrollieren. Dies markiert einen bedeutenden Eingriff in die globalen Ölmärkte und die Handelsbeziehungen zwischen Venezuela und China.

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