USA: Hypotheken-Zahlungsverzüge steigen um 18,6 Prozent im Jahresvergleich
Wachsende Erschwinglichkeitskrise belastet bestehende Eigenheimbesitzer – Experten warnen vor besorgniserregender Entwicklung

Die Erschwinglichkeitskrise am US-Immobilienmarkt trifft nicht nur potenzielle Käufer, sondern zunehmend auch bestehende Eigenheimbesitzer. Hypotheken-Zahlungsverzüge im Spätstadium – Zahlungen, die mindestens 90 Tage überfällig sind – stiegen im Dezember 2025 um 18,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht aus aktuellen Daten der Kreditratingagentur VantageScore hervor.
Der Anteil der Hypotheken in diesem kritischen Stadium liegt derzeit bei etwa 0,2 Prozent, verglichen mit knapp 0,17 Prozent im Dezember 2024. Obwohl diese Quote im historischen Vergleich niedrig bleibt, wächst sie schneller als bei anderen Konsumentenkrediten wie Autokrediten, Kreditkarten oder Privatkrediten. "Es ist ein besorgniserregendes Zeichen, dass die Zahlungsverzüge zunehmen", warnt Rikard Bandebo, Chief Strategy Officer und Chefvolkswirt bei VantageScore.
Im dritten Quartal 2025 betrugen die Hypothekenzahlungsverzüge aller Stadien 1,78 Prozent der ausstehenden Hypothekendarlehen, ein leichter Anstieg gegenüber 1,74 Prozent im Vorjahr. Die Federal Reserve Bank of St. Louis dokumentiert damit eine kontinuierliche Verschlechterung der Zahlungsmoral bei Immobilienkrediten.
Historischer Vergleich zur Finanzkrise
Dennoch bleibt die aktuelle Situation weit von den dramatischen Verhältnissen der Finanzkrise 2008 bis 2010 entfernt. Im ersten Quartal 2010 erreichten die Zahlungsverzüge einen Höchststand von 11,49 Prozent – ein Vielfaches der heutigen Werte. "Im Vergleich zu den Zahlungsausfallquoten während der Finanzkrise ist dies eine deutlich niedrigere Verzugsquote", betont Bandebo.
Die steigenden Zahlungsverzüge spiegeln die anhaltenden Herausforderungen am US-Immobilienmarkt wider. Hohe Immobilienpreise, gestiegene Hypothekenzinsen und die allgemeine Inflation belasten die Haushaltsbudgets vieler Eigenheimbesitzer. Besonders betroffen sind Haushalte, die ihre Immobilien in den vergangenen Jahren zu Höchstpreisen gekauft haben.
Bedeutung für Finanzberater und Anleger
Für Finanzberater und ihre Kunden sind diese Entwicklungen von wachsender Bedeutung. Die steigenden Zahlungsverzüge könnten mittelfristig Auswirkungen auf den US-Immobilienmarkt und das Finanzsystem haben. Experten beobachten die Situation aufmerksam, da eine weitere Verschlechterung auch Folgen für Immobilien-bezogene Investments haben könnte.
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Zur AktienanalyseLaut einer Analyse von LendingTree, basierend auf Daten der Federal Reserve Bank of New York, trugen amerikanische Haushalte im dritten Quartal 2025 eine erhebliche Hypothekenlast. Die genauen Zahlen zur Gesamtverschuldung verdeutlichen den finanziellen Druck, unter dem viele Eigenheimbesitzer stehen.
Die Entwicklung zeigt, dass die Erschwinglichkeitskrise am US-Immobilienmarkt nicht nur den Zugang zu Wohneigentum erschwert, sondern auch bestehende Eigentümer unter Druck setzt. Finanzexperten empfehlen Eigenheimbesitzern, bei finanziellen Schwierigkeiten frühzeitig das Gespräch mit ihrer Bank zu suchen, um Lösungen wie Umschuldungen oder Zahlungsaufschübe zu prüfen.


