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USA heben Exportverbot für Anthropics KI-Modelle Fable und Mythos auf

Das US-Handelsministerium gibt Claude Fable 5 und Mythos 5 frei – nur wenige Wochen nach dem abrupten Betriebsstopp aus Sicherheitsgründen.

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USA heben Exportverbot für Anthropics KI-Modelle Fable und Mythos auf

Die US-Regierung hat das Exportverbot für zwei der fortschrittlichsten KI-Modelle des Unternehmens Anthropic aufgehoben. Wie Anthropic mitteilte, wird der Zugang zu Claude Fable 5 und Mythos 5 ab Mittwoch wiederhergestellt. Das US-Handelsministerium informierte das Unternehmen offiziell über die Aufhebung der Beschränkungen.

Beide Modelle waren am 12. Juni abrupt vom Markt genommen worden. Der Grund: Behörden befürchteten, dass Hacker die KI-Systeme nutzen könnten, um Schwachstellen in Computersystemen auszunutzen. Die Aussetzung galt weltweit und traf Hunderte Millionen Nutzer der Claude-Plattform.

Handelsminister Lutnick: Anthropic hat Risiken adressiert

In einem Schreiben, das der BBC vorliegt, begründete Handelsminister Howard Lutnick die Entscheidung zur Freigabe. „Anthropic hat zugestimmt, Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit den Modellen proaktiv zu erkennen und zu beheben", schrieb Lutnick in seinem Brief an das Technologieunternehmen. Darüber hinaus habe Anthropic eingewilligt, bei künftigen Veröffentlichungen seiner KI-Modelle mit der Regierung zu kooperieren und Behörden über jegliche missbräuchliche Aktivitäten zu informieren.

Das Handelsministerium behält sich jedoch das Recht vor, die Entscheidung zur Aufhebung der Exportbeschränkungen bei Bedarf erneut zu prüfen. Dies signalisiert, dass die Aufsicht über leistungsstarke KI-Systeme in den USA weiterhin ein zentrales Thema bleibt. Die BBC hat das Handelsministerium um weitere Informationen gebeten.

Was sind Fable 5 und Mythos 5?

Fable 5 und Mythos 5 sind zwei KI-Modelle von Anthropic, die auf der Claude-Plattform basieren – einem direkten Konkurrenten zu ChatGPT von OpenAI und Gemini von Google. Beide Modelle wurden am 9. Juni veröffentlicht und gelten als die fortschrittlichsten Anwendungen des Unternehmens.

Die Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind dabei klar definiert:

Fable 5

richtet sich an den Endverbrauchermarkt. Es ist zu komplexen logischen Schlussfolgerungen fähig und kann anspruchsvolle Aufgaben eigenständig ausführen. -

Mythos 5

ist speziell für Unternehmen und Cybersicherheitsexperten konzipiert. Es soll in der Lage sein, Schwachstellen in Computercode zu identifizieren und auszunutzen – was sowohl für Sicherheitstests als auch für potenzielle Missbrauchsszenarien relevant ist.

Anthropic widersprach den Behörden

Anthropic hatte die Maßnahmen der US-Behörden von Beginn an kritisch begleitet. Das Unternehmen erklärte, dass die Behörden keine spezifischen Sicherheitsbedenken gegenüber seiner Technologie präzisiert hätten. Nach Unternehmensangaben ging die Regierung davon aus, eine Methode entdeckt zu haben, mit der Fable 5 „gejailbreakt" werden könne – also ein Verfahren, bei dem Software-Sicherheitsbeschränkungen umgangen werden, um gesperrte Funktionen freizuschalten.

Anthropic stellte sich jedoch klar gegen diese Einschätzung: „Wir sind nicht der Meinung, dass der Fund eines begrenzten potenziellen Jailbreaks Anlass für den Rückruf eines kommerziellen Modells sein sollte, das Hunderten von Millionen Menschen zur Verfügung steht." Diese Aussage verdeutlicht die Spannungen zwischen dem rasanten Innovationstempo der KI-Branche und den Sicherheitsanforderungen staatlicher Stellen.

Die Einigung zwischen Anthropic und dem US-Handelsministerium gilt als wichtiges Signal für die gesamte KI-Branche. Sie zeigt, dass Regierungen bereit sind, Exportbeschränkungen für KI-Technologien einzusetzen – aber auch, dass Unternehmen durch Kooperationsbereitschaft und Sicherheitszusagen eine Freigabe erwirken können. Für deutsche und europäische Nutzer der Claude-Plattform bedeutet die Entscheidung, dass der Zugang zu den leistungsstärksten Modellen von Anthropic nun wieder möglich ist.

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