USA halten Gas-Ausnahme für Irak aufrecht
Stromimporte aus dem Iran nicht mehr von US-Sanktionen ausgenommen

Die von den Vereinigten Staaten gewährte Ausnahmegenehmigung für den Import von iranischem Gas nach Irak bleibt weiterhin bestehen, während die Befreiung für importierten Strom aufgehoben wurde. Dies teilte Farhad Alaaeldin, außenpolitischer Berater des irakischen Premierministers, in einem Interview mit einem irakischen Fernsehsender mit.
Laut Alaaeldin wird ein bedeutender Teil der irakischen Stromproduktion durch Gasimporte aus dem Iran sichergestellt. Demnach laufen die meisten irakischen Kraftwerke mit iranischem Gas, das einen Anteil von 43 Prozent an der gesamten Stromerzeugung des Landes ausmacht. Die Entscheidung der US-Regierung, die Ausnahme für Stromimporte zu beenden, könnte sich somit direkt auf die Energieversorgung des Irak auswirken.
Die Vereinigten Staaten drängen die irakische Regierung dazu, ihre Energieimporte zu diversifizieren und sich nach alternativen Lieferquellen umzusehen. „Die amerikanische Administration sagt … diversifiziert eure Importquellen. Wendet euch an andere Länder“, zitierte Alaaeldin die Haltung Washingtons. Welche Länder für den Irak als alternative Lieferanten infrage kommen, wurde nicht näher erläutert.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Energieversorgung des Irak ist stark von Importen abhängig, insbesondere von iranischem Gas, das über bestehende Pipelines in das Land geliefert wird. Die Entscheidung der US-Regierung, die Ausnahme für Stromimporte zu beenden, könnte dazu führen, dass sich die irakische Regierung verstärkt um neue Energiepartnerschaften bemühen muss.

