USA greifen dutzende IRGC-Ziele im Iran nach Raketenangriff an
Nach abgefangenen iranischen Raketenangriffen auf US-Truppen in Jordanien eskaliert Washington den Konflikt mit massiven Militärschlägen.

Das US-Militär hat in der Nacht zum Donnerstag eine massive Angriffswelle gegen Dutzende Ziele der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) im gesamten Iran durchgeführt. Das US Central Command (CENTCOM) bestätigte, dass die Operation am 29. Juli um 22:00 Uhr ET erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Angriffe stellen eine deutliche Eskalation der militärischen Konfrontation zwischen Washington und Teheran dar.
Getroffen wurden laut CENTCOM militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen, Küstenüberwachungs- und Verteidigungsstandorte sowie maritime Kapazitäten der IRGC. Das Kommando bezeichnete die Operation als „kraftvolle Reaktion" auf die versuchten iranischen Angriffe vom Vortag. Ziel sei es, die von Iran und seinen Stellvertretergruppen ausgehenden Bedrohungen für US-Streitkräfte, die Handelsschifffahrt und benachbarte Golfstaaten weiter zu verringern.
Auslöser: Iranische Raketenangriffe auf US-Truppen in Jordanien
Den unmittelbaren Anlass für die US-Schläge lieferte ein iranischer Angriff am Mittwoch: Die Islamische Revolutionsgarde feuerte mehrere ballistische Raketen auf US-Streitkräfte in Jordanien ab. Alle Raketen wurden laut CENTCOM abgefangen, es gab keine Opfer. Dennoch reagierten die USA mit voller militärischer Kraft.
US-Präsident Trump erklärte gegenüber Fox News, dass der Iran nach dem Angriff „sehr hart getroffen" werde. Gleichzeitig deutete er an, weiterhin offen für künftige Verhandlungen mit Teheran zu sein – ein Signal, das die Ambivalenz der US-Strategie zwischen militärischem Druck und diplomatischer Option verdeutlicht.
Die erneuten US-Angriffe beenden eine kurze Pause der amerikanischen Militäraktionen, nachdem diplomatische Bemühungen gescheitert waren. Mehr als 50.000 US-Soldaten sind laut CENTCOM derzeit im gesamten Nahen Osten stationiert und kampfbereit.
Eskalation in der gesamten Region
Der Konflikt beschränkt sich längst nicht mehr auf den direkten Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran. Während US- und verbündete Streitkräfte gleichzeitig Stellungen von Iran-unterstützten Milizen im Irak ins Visier nahmen, trafen separate Drohnenangriffe Gasschiffe vor der ägyptischen Mittelmeerküste.
Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen haben zudem ihre Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer intensiviert. Dies verstärkt die Besorgnis über die Sicherheit wichtiger Energiehandelsrouten, die für die globale Versorgung mit Rohöl und Flüssiggas von zentraler Bedeutung sind.
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Zur AktienanalyseÖlpreise springen um mehr als 7 Prozent
Die geopolitische Eskalation hat die globalen Energiemärkte unmittelbar erschüttert. Die Ölpreise stiegen am Mittwoch um mehr als 7 Prozent – ein deutliches Zeichen dafür, wie sensibel die Märkte auf Konflikte in der ölreichen Golfregion reagieren.
Für deutsche Anleger und Verbraucher ist die Entwicklung besonders relevant: Steigende Ölpreise wirken sich direkt auf Energiekosten, Inflation und die Gewinnmargen energieintensiver Unternehmen aus. Eine weitere Eskalation könnte die Rohstoffmärkte und damit auch europäische Aktienmärkte unter Druck setzen.


