USA genehmigen 1,5 Milliarden Dollar für Perus Marinestützpunkt
Das US-Außenministerium hat einen Verkauf von Ausrüstung und Dienstleistungen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar an Peru genehmigt. Das Geld soll die Verlagerung des Hauptmarinestützpunkts in Callao finanzieren.

Das US-Außenministerium hat grünes Licht für einen bedeutenden Rüstungsdeal mit Peru gegeben. Wie das Pentagon am Donnerstag mitteilte, umfasst der potenzielle Verkauf Ausrüstung und Dienstleistungen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Diese sollen Peru dabei unterstützen, seinen Hauptmarinestützpunkt in der Hafenstadt Callao zu verlegen.
Strategische Hafenerweiterung geplant
Die peruanische Regierung plant, den Marinestützpunkt in Callao, der westlich der Hauptstadt Lima an der Küste liegt, um mehrere Kilometer zu verschieben. Dieser Schritt ist Teil einer größeren Strategie: Die Verlagerung schafft Raum für die dringend benötigte Erweiterung von Perus wichtigstem Handelshafen.
Der Hafen in Callao steht in direkter Konkurrenz zum chinesisch gebauten Mega-Hafen Chancay, der etwa 80 Kilometer nördlich von Lima liegt. Die US-Agentur für Verteidigungssicherheitskooperation betonte in ihrer Stellungnahme, dass der vorgeschlagene Verkauf zu den außenpolitischen Zielen der Vereinigten Staaten beitrage. Er unterstütze einen wichtigen Partner, der politische Stabilität, Frieden und wirtschaftlichen Fortschritt in Südamerika fördere.
Wettlauf um asiatische Handelsrouten
Der Hafen von Callao wird derzeit von zwei internationalen Betreibern geführt: APM Terminals aus den Niederlanden betreibt die Nordseite, DP World Callao die Südseite. Seit November bietet der Hafen neue direkte Schifffahrtsrouten aus China und Südkorea an – ein wichtiger Schritt im Wettbewerb mit Chancay.
Der von Cosco Shipping Ports gebaute Mega-Hafen Chancay nahm im November 2024 seinen Betrieb auf. Die hochmoderne Anlage kann große Containerschiffe aufnehmen und bietet direkte Verbindungen zwischen Südamerika und Asien. Analysten erwarten einen intensiven Wettbewerb zwischen beiden Häfen um asiatische Fracht, während die Infrastrukturinvestitionen entlang der peruanischen Pazifikküste beschleunigt werden.
China als wichtigster Handelspartner
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Zur AktienanalyseDie geopolitische Dimension des Deals ist nicht zu übersehen: China ist Perus wichtigster Handelspartner, während die USA mit dem Rüstungsgeschäft ihre strategische Präsenz in der Region stärken. Die Hauptauftragnehmer für das Projekt werden zu einem späteren Zeitpunkt in einem wettbewerbsorientierten Verfahren aus einer Liste zugelassener Anbieter ausgewählt.
Der US-Kongress wurde bereits über den geplanten Verkauf informiert. Das peruanische Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorhaben.


