USA führen elfte Angriffsnacht gegen Iran durch – Kriegskosten bei 37,5 Milliarden Dollar
Das US-Zentralkommando bestätigte die elfte Angriffsnacht in Folge gegen den Iran, während die Kriegskosten auf 37,5 Milliarden Dollar steigen.

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat am Dienstagabend bekannt gegeben, dass die USA die elfte Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran durchgeführt haben. Ziel der Operationen waren iranische Militäranlagen, um die Fähigkeit des Landes zu schwächen, die Handelsschifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus anzugreifen. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Drohnen- und Raketenschlägen auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait.
Verteidigungsminister Pete Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten vor dem US-Kongress auf 37,5 Milliarden Dollar. Diese Schätzung umfasse laut Hegseth Personalkosten, Operationen, Instandhaltung und andere voraussichtliche Kosten bis zum Ende des Haushaltsjahres im September. Mehrere Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die tatsächlichen Kosten deutlich höher liegen könnten.
NBC News berichtete, dass die interne Gesamtkostenschätzung des Pentagons zwischen 80 und 100 Milliarden Dollar liege. Ein Großteil der höheren Ausgaben entfalle demnach auf die Reparatur von Militärstützpunkten, die durch iranische Angriffe beschädigt wurden. Die Diskrepanz zwischen Hegseths offizieller Aussage und den internen Pentagon-Schätzungen dürfte die politische Debatte in Washington weiter anheizen.
Atomanlage „Pickaxe Mountain" im Fokus
Die jüngste Angriffswelle erfolgte vor dem Hintergrund von Drohungen von US-Präsident Donald Trump, eine mutmaßliche iranische Atomanlage namens „Pickaxe Mountain" oder Mount Kolang anzugreifen. Trump erklärte, die USA könnten den Standort „schon bald und sehr heftig" angreifen. Berichten zufolge hat der Iran Tausende von Zentrifugen zur Urananreicherung in die Anlage verlegt, die sich tief im Inneren eines Berges befindet.
Teheran reagierte auf Trumps Drohungen mit einer scharfen Warnung vor einer massiven Ausweitung des Krieges, sollten US-Streitkräfte iranische Atomanlagen angreifen. Gleichzeitig setzte der Iran seine Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus fort und behauptete, die Kontrolle über die Wasserstraße zu besitzen. Schiffe, die eine Durchquerung versuchten, müssten sich demnach mit Teheran abstimmen. Das US-Zentralkommando widersprach dieser Darstellung und erklärte, der Seeweg bleibe offen.
Huthi-Rebellen verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien
Der Konflikt droht sich auf weitere Fronten auszuweiten. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen erklärten, eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt zu haben, und warnten vor jeglichem Schiffsverkehr im Roten Meer. Dies stellt eine erhebliche Eskalation dar, die globale Lieferketten und die Energieversorgung Europas beeinflussen könnte.
Die Trump-Regierung beantragte beim Kongress ein umfangreiches Zusatzfinanzierungspaket in Höhe von 90 Milliarden Dollar, wobei der Großteil speziell für den Iran-Krieg vorgesehen ist. Hegseths Aussage erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Kritik am Krieg, sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit. Die kriegsbezogenen Ausgaben gelten als sensibles Thema für die Trump-Regierung im Vorfeld der Zwischenwahlen im November.
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Zur AktienanalyseDiplomatie noch nicht vom Tisch
US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Manila, Washington sei weiterhin bereit, über ein Ende der Iran-Krise zu verhandeln. Er betonte, dass dem Iran nicht gestattet werden dürfe, die Straße von Hormus zu kontrollieren, und bekräftigte das Bekenntnis der USA zur Diplomatie. Gleichzeitig warf er Teheran vor, es mit den Gesprächen nicht ernst zu meinen.
Regionale Vermittler hatten laut Berichten versucht, ein vorläufiges Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran zu retten, wobei die Fortschritte jedoch unklar blieben. Treffen zwischen iranischen und pakistanischen Ministern hielten die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung aufrecht. Für Anleger bleibt die Lage am Ölmarkt und in der Region damit weiterhin hochgradig volatil und unberechenbar.


