USA erwägen Rohstoff-Partnerschaft mit Kongo
Gespräche über Investitionen und regionale Stabilität in einem von Konflikten geprägten Land

Die Vereinigten Staaten zeigen sich offen für Partnerschaften im Bereich kritischer Mineralien mit der Demokratischen Republik Kongo. Dies teilte das US-Außenministerium in einer Erklärung mit, nachdem ein kongolesischer Senator amerikanische Beamte kontaktiert hatte, um ein Abkommen zwischen beiden Ländern vorzuschlagen. Kongo verfügt über bedeutende Vorkommen an Kobalt, Lithium und Uran, die für moderne Technologien von zentraler Bedeutung sind. Gleichzeitig kämpft das Land gegen die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen, die in diesem Jahr weite Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht haben.
Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit mit den USA kursieren bereits seit Wochen in Kinshasa. Neben Verhandlungen mit der Ukraine über ein ähnliches Abkommen zeigt sich Washington bereit, über Investitionen in den kongolesischen Rohstoffsektor zu sprechen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte, dass die Vereinigten Staaten an Partnerschaften interessiert seien, die mit der „America First“-Agenda der Trump-Regierung in Einklang stehen. Zudem wolle man private US-Investitionen fördern, um die Rohstoffgewinnung im Kongo auf verantwortungsvolle und transparente Weise auszubauen.
Die kongolesische Regierung hat bisher keine konkreten Details zu einer möglichen Vereinbarung veröffentlicht. Regierungssprecher Patrick Muyaya erklärte, dass sein Land an einer Diversifizierung seiner internationalen Partnerschaften arbeite. Es gebe täglich Austausch mit den USA, und amerikanische Investoren seien willkommen, falls sie Interesse an Investitionen zeigten. Der Kongo verfüge über umfangreiche Reserven und es wäre wünschenswert, wenn auch amerikanisches Kapital in den Rohstoffsektor des Landes fließen würde.
Bereits Anfang März reiste Andre Wameso, stellvertretender Stabschef von Präsident Félix Tshisekedi, zu Gesprächen nach Washington. Am 21. Februar hatte ein Lobbyist im Namen des kongolesischen Senators Pierre Kanda Kalambayi Briefe an US-Außenminister Marco Rubio sowie weitere US-Beamte geschickt, in denen er amerikanische Investitionen in den Bergbausektor des Kongo vorschlug. Im Gegenzug sollten die Vereinigten Staaten zur Stabilisierung der Region beitragen. Nach Angaben kongolesischer Regierungsvertreter war diese Initiative jedoch nicht offiziell von der Regierung oder dem Präsidialamt autorisiert worden.
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Zur AktienanalyseEs laufen derzeit mehrere Gespräche, die sich jedoch noch in einem frühen Stadium befinden. Ursprünglich war für den 6. März ein Treffen zwischen einer kongolesischen Delegation und dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses geplant, das jedoch kurzfristig abgesagt wurde. Experten sehen in dem Interesse Washingtons eine mögliche Chance für den Kongo, seine Abhängigkeit von China zu verringern. Jason Stearns von der Simon Fraser University in Kanada verwies darauf, dass Chinas Staatsunternehmen den kongolesischen Rohstoffmarkt dominieren. Im Gegensatz dazu gebe es derzeit keine US-amerikanischen Bergbauunternehmen, die im Kongo tätig seien. Um die USA einzubinden, müssten daher andere Formen der Zusammenarbeit gefunden werden.


