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USA entwickeln Impfstoff gegen Ebola-Stamm Bundibugyo

Die USA reagieren auf den laufenden Ebola-Ausbruch mit einer umfassenden Initiative: Impfstoffentwicklung, experimentelle Therapien und Diagnosetests.

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USA entwickeln Impfstoff gegen Ebola-Stamm Bundibugyo

Die USA haben eine umfassende Initiative gestartet, um den Ausbruch des Bundibugyo-Ebolastamms in Afrika einzudämmen. Das US-Gesundheitsministerium gab am Freitag bekannt, dass Maßnahmen zur Impfstoffentwicklung, zur Bereitstellung experimenteller Behandlungen sowie zur Vorbereitung von Diagnosetests eingeleitet wurden. Federführend ist die Abteilung Administration for Strategic Preparedness and Response (ASPR) über ihre Unterabteilung Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA).

Die Initiative zielt darauf ab, die Reaktionsmaßnahmen in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda zu unterstützen. Für den Bundibugyo-Stamm existieren derzeit weder zugelassene Impfstoffe noch anerkannte Behandlungen – ein Umstand, der die Dringlichkeit experimenteller Gegenmaßnahmen unterstreicht.

Impfstoffentwicklung auf bewährter Plattform

Die BARDA bittet um Vorschläge für Impfstoffkandidaten, die auf derselben technologischen Plattform basieren wie Ervebo von Merck. Ervebo war der erste in den USA zugelassene Ebola-Impfstoff, richtet sich jedoch gegen den separaten Zaire-Stamm und bietet keinen Schutz gegen den Bundibugyo-Stamm. Merck reagierte laut Reuters nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Ziel der Initiative ist es, Impfstoffkandidaten für potenzielle präklinische und klinische Bewertungen sowohl während des aktuellen Ausbruchs als auch für die langfristige Vorsorge zu identifizieren. Die ASPR betonte zudem die Koordination mit globalen Partnern, darunter die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations. Bereits am Mittwoch hatten UNICEF und die globale Impfstoffallianz Gavi angekündigt, Informationen von Entwicklern und Herstellern über Pläne für einen Bundibugyo-Impfstoff einzuholen.

Experimentelle Antikörpertherapie und klinische Studie

Parallel zur Impfstoffentwicklung unterstützt die ASPR den Transfer von Dosen des experimentellen Medikaments MBP134. Dabei handelt es sich um eine monoklonale Antikörpertherapie, die gemeinsam mit dem Unternehmen Mapp Biopharmaceutical entwickelt wurde. Die Dosen sollen im Rahmen von Härtefallregelungen in den betroffenen Ländern eingesetzt werden.

Darüber hinaus stellt die ASPR MBP134-Dosen für eine randomisierte klinische Studie zur Verfügung, die von der University of Oxford durchgeführt wird. MBP134 hat in präklinischen Studien Wirksamkeit gegen mehrere Ebola-Arten gezeigt und eine Sicherheitsstudie der frühen Phase abgeschlossen. Die ASPR hob hervor, dass Daten aus dem Einsatz während des Ausbruchs künftige regulatorische Entscheidungen beeinflussen könnten.

2.500 Schnelltests bereits vorpositioniert

Um Infektionen rasch erkennen und die gesundheitspolitischen Reaktionen steuern zu können, hat die BARDA bereits 2.500 Schnelldiagnosetests für einen potenziellen Einsatz in Afrika vorpositioniert. Schnelle und zuverlässige Diagnostik gilt bei Ebola-Ausbrüchen als entscheidender Faktor, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

Der Bundibugyo-Ebolastamm wurde erstmals 2007 im ugandischen Distrikt Bundibugyo identifiziert und gilt als einer der weniger häufig auftretenden, aber gefährlichen Ebola-Stämme. Das Fehlen zugelassener Gegenmaßnahmen macht ihn zu einer besonderen Herausforderung für die globale Gesundheitssicherheit. Die koordinierten Bemühungen der USA, internationaler Organisationen und der Pharmaindustrie zeigen, dass die Weltgemeinschaft aus früheren Ausbrüchen gelernt hat und schneller auf neue Bedrohungen reagiert.

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