US-Wohnungsmieten fallen auf Vierjahrestief – Rekord-Leerstand belastet Vermieter
Nationale Medianmiete sinkt um 1,4 Prozent – Leerstandsquote erreicht historischen Höchststand von 7,3 Prozent

Die Mietpreise für Wohnungen in den USA setzen ihren Abwärtstrend auch zu Beginn des neuen Jahres fort. Im Januar lag die nationale Medianmiete bei 1.353 US-Dollar, was einem Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies markiert laut Apartment List den niedrigsten Januar-Wert seit 2022 und den stärksten jährlichen Rückgang seit September 2023.
Der Preisverfall ist vor allem auf das anhaltend hohe Angebot an neuen Wohneinheiten zurückzuführen. Vermieter kämpfen zunehmend darum, Mieter zu finden und müssen ihre Preisvorstellungen nach unten korrigieren. Die Mieten liegen mittlerweile 6,2 Prozent unter ihrem letzten Höchststand vom Sommer 2022. Dies ist bereits der vierte Winter in Folge mit einem ausgeprägten saisonalen Rückgang.
Besonders dramatisch zeigt sich die Situation bei der Leerstandsquote: Sie erreichte im Januar mit 7,3 Prozent einen Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2017. Zudem dauert es durchschnittlich 41 Tage, bis eine Wohneinheit vermietet wird – vier Tage länger als im Januar 2025 und ebenfalls ein historischer Höchstwert.
Angebotsüberhang trifft auf schwächere Nachfrage
Das Überangebot an neuen Wohnungen hat zwar seinen Höhepunkt überschritten, doch befindet sich weiterhin eine beträchtliche Menge in der Entwicklungspipeline. Gleichzeitig schwächelt die Nachfrageseite: Der Arbeitsmarkt zeigt sich angespannter und die Haushaltsgründung verlangsamt sich merklich. Diese Kombination setzt Vermieter unter erheblichen Druck.
Regional betrachtet sind die stärksten Mietrückgänge in den Regionen South und Mountain West zu verzeichnen. Austin in Texas führt die Liste der schwächsten Mietmärkte an – dort sanken die Medianmieten um 6,3 Prozent im Jahresvergleich. Es folgen New Orleans, San Antonio, Tucson in Arizona und Denver.
Gegentrend an der Ost- und Westküste
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Zur AktienanalyseEntgegen dem nationalen Trend verzeichnen Märkte im Nordosten, Mittleren Westen und Teilen der Westküste weiterhin steigende Mieten. Virginia Beach in Virginia führt mit einem Mietwachstum von 5,0 Prozent, gefolgt von San Jose und San Francisco in Kalifornien, Chicago sowie Providence in Rhode Island.
Für deutsche Investoren, die am US-Immobilienmarkt engagiert sind, signalisieren diese Entwicklungen eine deutliche Entspannung nach den extremen Preissteigerungen der Pandemiejahre. Die Marktdynamik hat sich fundamental verschoben – vom Vermieter- zum Mietermarkt.


