US-Wohnungsmarkt: Überregionale Immobiliensuche erreicht neuen Rekordwert
Knapp zwei Drittel aller Online-Suchanfragen für Häuser in US-Metropolregionen kommen von überregionalen Interessenten.

Der amerikanische Wohnungsmarkt zeigt eine bemerkenswerte Verschiebung: Im vierten Quartal 2025 stammten laut Realtor.com 61,9 Prozent aller Online-Aufrufe für Immobilien in den 100 größten US-Metropolregionen von Interessenten außerhalb der jeweiligen Region. Diese Entwicklung unterstreicht, wie stark die Pandemie das Suchverhalten amerikanischer Hauskäufer dauerhaft verändert hat.
Zum Vergleich: Im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, lag der Anteil überregionaler Suchanfragen bei lediglich 48,6 Prozent. Der Anstieg um mehr als 13 Prozentpunkte spiegelt den anhaltenden Trend zu Remote-Arbeit und geografischer Flexibilität wider. Viele Amerikaner sind nicht mehr an einen festen Arbeitsort gebunden und suchen daher gezielt in anderen Regionen nach Wohneigentum.
Bedeutung für den Immobilienmarkt
Die hohe überregionale Nachfrage hat weitreichende Konsequenzen für lokale Immobilienmärkte in den USA. Günstigere Regionen geraten durch Zuzug aus teureren Metropolen wie New York oder San Francisco unter Preisdruck. Für Einheimische wird der Erwerb von Wohneigentum dadurch in manchen Märkten schwieriger.
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Zur AktienanalyseDie Daten stammen aus dem aktuellen Marktbericht von Realtor.com und wurden im Rahmen der regelmäßigen Market Talks von Dow Jones Newswires veröffentlicht. Obwohl die Suchaktivität leicht unter dem Höchststand der Pandemiejahre liegt, bleibt das Niveau strukturell deutlich erhöht. Für deutsche Anleger mit Interesse am US-Immobiliensektor zeigen diese Zahlen, dass der Markt weiterhin von starker Mobilität und überregionaler Nachfrage geprägt ist.


