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US-Wohnimmobilien: Wall-Street-Vermieter mit 30 Prozent Abschlag

Politische Risiken drücken die Bewertungen großer US-Immobilienkonzerne – Anleger erhalten derzeit erhebliche Rabatte auf Einfamilienhausportfolios.

US-Wohnimmobilien: Wall-Street-Vermieter mit 30 Prozent Abschlag

Wer politische Risiken nicht scheut, findet derzeit eine ungewöhnliche Gelegenheit am US-Immobilienmarkt. Aktien großer institutioneller Vermieter wie Invitation Homes (INVH) und American Homes 4 Rent (AMH) werden laut dem Immobilienanalysehaus Green Street mit einem Abschlag von rund 30 Prozent auf den Nettoinventarwert ihrer Portfolios gehandelt. Gemeinsam besitzen die beiden Unternehmen etwa 140.000 Einfamilienhäuser in den USA.

Der Bewertungsabschlag spiegelt vor allem politische Unsicherheiten wider. Institutionellen Vermietern droht in mehreren US-Bundesstaaten der gesetzliche Ausschluss aus Teilen des Wohnungsmarktes. Politiker beider Parteien stehen unter Druck, den rasant gestiegenen Wohnkosten entgegenzuwirken – und Wall-Street-Vermieter geraten dabei zunehmend ins Visier.

Hintergrund: Institutionelle Vermieter in der Kritik

Invitation Homes und American Homes 4 Rent gehören zu den größten Einzeleigentümern von Mietwohnhäusern in den USA. Ihr Geschäftsmodell – der Massenaufkauf von Einfamilienhäusern zur Vermietung – steht seit Jahren in der Kritik. Befürworter sehen darin ein professionelles Angebot für Mieter, Kritiker hingegen machen institutionelle Käufer für die Verknappung des Wohnungsangebots mitverantwortlich.

Für risikobereite Anleger ergibt sich daraus eine interessante Konstellation. Der aktuelle Kursabschlag gegenüber dem Immobilienwert ist historisch betrachtet ungewöhnlich hoch. Sollten gesetzliche Beschränkungen ausbleiben oder milder ausfallen als befürchtet, bietet sich erhebliches Aufholpotenzial – das Risiko eines weiteren politischen Gegenwinds bleibt jedoch real.

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