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US-Winterweizen: Dürre und Frost bedrohen Ernte in den Plains

Kälteeinbrüche und anhaltende Dürre setzen den Hard Red Winterweizen in den südlichen US-Plains unter Druck.

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US-Winterweizen: Dürre und Frost bedrohen Ernte in den Plains

Die Basispreise für Hard Red Winterweizen blieben am Mittwoch in den südlichen US-Plains stabil, doch die Lage auf den Feldern bleibt angespannt. Händler beobachten aufmerksam das Wettergeschehen, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für Donnerstagmorgen Frost und Minusgrade in den Plains gemeldet hatte – möglicherweise bis in den nördlichen Panhandle von Texas hinein.

Besonders kritisch ist der Zeitpunkt des Kälteeinbruchs: Der Winterweizen befindet sich derzeit in der Phase des Ährenschiebens, einer der empfindlichsten Wachstumsphasen der Pflanze. Frost in diesem Stadium kann erhebliche Ernteschäden verursachen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bestände bereits durch eine anhaltende Dürre geschwächt sind, wie ein Markthändler gegenüber Reuters erklärte.

Mehrjahreshöchststände an der Terminbörse Kansas City

Die angespannte Versorgungslage hatte die Futures für Hard Red Winterweizen an der Terminbörse in Kansas City (K.C.) bereits in der Vorwoche auf Mehrjahreshöchststände getrieben. Auslöser waren die wachsenden Sorgen über Ernteschäden durch die Dürre in den wichtigsten Anbaugebieten der USA.

Am Mittwoch gaben die Benchmark-Futures für K.C.-Weizen mit Fälligkeit im Juli leicht nach und schlossen mit einem Minus von 3 Cents bei 6,87 US-Dollar pro Scheffel (Bushel). Trotz dieses kleinen Rücksetzers bleibt das Marktumfeld durch die Wetterrisiken geprägt.

Die Basispreise – also die Differenz zwischen dem lokalen Kassamarkt und den Futures – blieben unverändert. Für Golf-Verladungen (Hard Winterweizen Nr. 1, 12 % Proteingehalt) wurde ein Aufschlag von +120 Cents pro Scheffel gegenüber dem Juli-Future notiert, was einem Gesamtpreis von 8,10 US-Dollar entspricht. Für Verladungen über Galveston mit Standard-Proteingehalt lag der Aufschlag bei +100 Cents, entsprechend 7,90 US-Dollar pro Scheffel.

Exportdaten im Fokus

Am Donnerstag richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf die wöchentlichen Exportverkaufsdaten des USDA. Händler wollen dabei prüfen, ob die jüngste Preisrallye die internationale Nachfrage nach US-Weizen gedämpft hat. Hohe Preise können die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Exporteure gegenüber anderen Anbietern auf dem Weltmarkt beeinträchtigen.

Hard Red Winterweizen aus den US-Plains gilt als wichtige Rohstoffquelle für die globale Mehl- und Brotproduktion. Ernteschäden in diesem Gebiet haben daher regelmäßig Auswirkungen auf die internationalen Getreidemärkte – und damit auch auf die Lebensmittelpreise weltweit. Deutsche Importeure und Mühlen verfolgen die Entwicklungen in den USA deshalb stets aufmerksam.

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