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US-Versicherer steigern Private-Credit-Investments um 21 Prozent

Barclays-Analyse zeigt rasantes Wachstum – doch Kapitalreserven könnten nicht ausreichen.

US-Versicherer steigern Private-Credit-Investments um 21 Prozent

US-Lebensversicherer haben ihre Engagements im Private-Credit-Markt im Jahr 2025 massiv ausgeweitet. Laut einer Untersuchung von Barclays stiegen diese Investments um 21 Prozent beziehungsweise 83 Milliarden US-Dollar – mehr als doppelt so stark wie das Gesamtvermögenswachstum von 9 Prozent.

Die gesamten Private-Credit-Bestände der US-Lebensversicherer beliefen sich Ende Dezember auf 482 Milliarden US-Dollar. Damit machen diese Anlagen nun 8 Prozent des gesamten Versicherungsvermögens von rund 6 Billionen US-Dollar aus – im Vorjahr waren es noch etwa 7 Prozent.

Große private Fondsmanager wie Apollo Global Management spielen bei diesen Transaktionen eine zentrale Rolle. Sie erwerben häufig die entsprechenden Portfolios und strukturieren die Deals für die Versicherer.

Risiken durch möglicherweise zu hohe Ratings

Barclays warnt jedoch vor strukturellen Risiken. Die für Private-Credit-Transaktionen vergebenen Ratings könnten zu optimistisch ausfallen, was zu unzureichenden Kapitalpuffern in den Bilanzen der Versicherer führt.

Im Gegensatz zu Private-Credit-Fonds sind Versicherer zwar nicht dem Risiko massiver Mittelabzüge durch Anleger ausgesetzt. Dennoch könnten sie laut Barclays im Verlustfall nicht genug Kapital zurückgestellt haben, um potenzielle Ausfälle vollständig abzudecken.

Für deutsche Anleger und Versicherungsnehmer ist dieser Trend relevant: Auch europäische Versicherer investieren zunehmend in Private Credit, um höhere Renditen im Niedrigzinsumfeld zu erzielen. Die Entwicklung in den USA gilt dabei oft als Frühindikator für globale Branchentrends.

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