US-Vergeltungsschlag gegen Iran treibt Ölpreise nachbörslich an
Nach einem iranischen Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus bestätigte das US-Militär einen Gegenschlag.

Das US-Militär hat einen Vergeltungsschlag gegen den Iran bestätigt und damit die Ölmärkte im nachbörslichen Handel bewegt. Die Meldung kam nur wenige Minuten vor dem Ende des nachbörslichen elektronischen Handels, sodass den Marktteilnehmern kaum Zeit blieb, angemessen auf die Entwicklung zu reagieren. Dennoch legten die Öl-Futures nach Bekanntwerden der Nachricht zu.
Der Angriff des US-Militärs erfolgte als direkte Reaktion auf eine Attacke des Irans am Donnerstag. Dabei hatte der Iran ein Handelsschiff angegriffen, das die strategisch bedeutsame Straße von Hormus passierte. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als einer der wichtigsten Schifffahrtswege der Welt und ist für den globalen Öltransport von entscheidender Bedeutung.
Ölpreise beenden Woche mit Verlusten
Trotz des nachbörslichen Anstiegs schlossen die Öl-Futures am Freitag im regulären Handel niedriger. Es war bereits der dritte Wochenverlust in Folge – ein Zeichen dafür, dass die Märkte zuletzt unter Druck standen. Die geopolitische Eskalation zwischen den USA und dem Iran sorgte jedoch dafür, dass die Stimmung im nachbörslichen Handel drehte.
Die Straße von Hormus ist für die globale Energieversorgung von kaum zu überschätzender Bedeutung. Schätzungen zufolge passieren rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls diese enge Meerenge. Jede Störung des Schiffsverkehrs dort hat unmittelbare Auswirkungen auf die Ölversorgung und damit auf die Preise an den internationalen Rohstoffmärkten.
Geopolitische Spannungen als Preistreiber
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger und Verbraucher sind solche Entwicklungen im Nahen Osten stets von Relevanz. Steigende Ölpreise wirken sich direkt auf die Energiekosten und die Inflation aus. Spannungen rund um die Straße von Hormus haben in der Vergangenheit regelmäßig für Ausschläge an den Rohstoffmärkten gesorgt.
Die zeitliche Nähe der Meldung zum Ende des nachbörslichen Handels verhinderte eine vollständige Preisreaktion der Märkte. Händler hatten schlicht zu wenig Zeit, ihre Positionen entsprechend anzupassen. Wie stark die Märkte zu Beginn der neuen Handelswoche auf die Eskalation reagieren werden, bleibt abzuwarten.


