ANZEIGE

US Supreme Court: Konservative Siege und Grenzen für Trump

Der Oberste Gerichtshof der USA zieht Bilanz: Konservative gewinnen in zentralen Fragen, doch Trump verliert wichtige Machtstreitigkeiten.

•• 3 Min
US Supreme Court: Konservative Siege und Grenzen für Trump

Der Oberste Gerichtshof der USA hat seine neunmonatige Sitzungsperiode mit einer gemischten Bilanz abgeschlossen. Die konservative Mehrheit von 6 zu 3 Stimmen bescherte Republikanern bedeutende Siege in den Bereichen präsidiale Machtbefugnisse, Einwanderung, Wahlen und sozialen Fragen – setzte der Agenda von Präsident Donald Trump jedoch gleichzeitig erhebliche Grenzen.

Das Gericht stärkte das langjährige republikanische Ziel, die Exekutivgewalt durch die Schwächung unabhängiger Behörden auszuweiten. Gleichzeitig schränkte es jedoch die präsidiale Kontrolle über die Geldpolitik und den Handel ein. Die Bilanz zeigt: Auch ein ideologisch gleichgesinntes Gericht folgt nicht blindlings der Agenda eines Präsidenten.

Niederlage bei Zöllen und Federal Reserve

In drei zentralen Fällen zur Ausweitung präsidialer Machtbefugnisse verlor Trump zwei davon. Beim ersten Rückschlag versuchte Trump, das Gesetz über internationale Notstandsbefugnisse (International Emergency Economic Powers Act) zu nutzen, um ein weltweites Zollregime einzuführen. Er argumentierte, das Gesetz verleihe ihm weitreichende Befugnisse zur Erhebung von Einfuhrsteuern – obwohl das Wort „Zoll" darin nicht vorkommt. In einem Urteil vom Februar widersprachen die Richter, ließen jedoch andere rechtliche Wege für Zölle offen.

Die zweite Niederlage betraf den Streit mit der Federal Reserve. Trump hatte versucht, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, weil das Direktorium die Zinssätze nicht im gewünschten Tempo senkte. Regierungsvertreter beschuldigten Cook des Hypothekenbetrugs, legten jedoch kaum Beweise vor. Die Richter entschieden, dass Cook im Amt bleiben darf, da der Standard einer Entlassung „aus wichtigem Grund" nicht erfüllt sei.

Seinen einzigen Sieg in diesem Bereich errang Trump durch die Ausweitung der präsidialen Macht über andere Aufsichtsbehörden. Der Supreme Court kippte dabei einen Präzedenzfall aus dem Jahr 1935, der die Befugnis des Kongresses anerkannt hatte, Behördenleiter vor willkürlicher Absetzung durch den Präsidenten zu schützen. Auslöser war Trumps Entlassung der demokratischen FTC-Kommissarin Rebecca Slaughter. Das Urteil bedeutet nun, dass ähnliche Amtsträger in Regierungsbehörden vom Präsidenten fristlos entlassen werden können – ein weitreichendes Ergebnis mit langfristigen Folgen für die Unabhängigkeit von Bundesbehörden.

Einwanderung: Weitgehende Unterstützung für Trump

In drei entlang ideologischer Linien entschiedenen Fällen ebnete der Supreme Court Trump den Weg für seine restriktive Einwanderungspolitik. Die konservative Mehrheit erlaubte es der Regierung, Hunderttausenden haitianischen und syrischen Einwanderern einen Schutzstatus zu entziehen, der sie vor Abschiebung bewahrt hatte – obwohl ihre Heimatländer weiterhin als unsicher gelten.

Zudem bestätigte das Gericht die Befugnis der Regierung, Asylsuchende physisch am Überqueren der Grenze zwischen den USA und Mexiko zu hindern. Außerdem erleichterte es, rechtmäßig im Land lebende Einwanderer, die einer Straftat beschuldigt werden, nach Auslandsreisen an der Rückkehr zu hindern.

Eine deutliche Niederlage erlitt Trump jedoch beim Geburtsortsprinzip. Sein Versuch, die automatische Staatsbürgerschaft für alle auf US-Boden Geborenen einzuschränken, scheiterte mit 6 zu 3 Stimmen. Vorsitzender Richter John Roberts – ernannt vom republikanischen Präsidenten George W. Bush – schrieb, es gebe „kaum Beweise" für die „drastisch revisionistische Sichtweise" der Trump-Regierung. Die Maßnahme hätte Hunderttausenden Babys jährlich die Staatsbürgerschaft verweigert, wenn ihre Eltern keine US-Bürger sind.

Kulturkampf und Wahlrecht

In Fragen des sogenannten Kulturkampfes erzielte das Gericht klare konservative Ergebnisse. In bedeutenden Fällen zu Transgender-Rechten und Waffenbesitz verhalf der Supreme Court den Konservativen zu einem vollständigen Sieg.

Beim Wahlrecht bescherten die Richter Trump und seiner Partei wichtige Siege, aber auch gemischte Ergebnisse. Die Richter unterstützten von Republikanern angeführte Bemühungen zur Neugestaltung von Wahlkreisgrenzen, um deren Erfolgsaussichten zu verbessern. Gleichzeitig upphielten sie jedoch Schutzmaßnahmen für die Briefwahl – ein Instrument, das Trump und viele seiner Parteikollegen ablehnen. Im April schränkte das Gericht zudem weite Teile des historischen Voting Rights Act von 1965 ein.

Die Bilanz dieser Sitzungsperiode zeigt ein Gericht, das zwar ideologisch konservativ ausgerichtet ist, aber nicht als verlängerter Arm der Trump-Regierung agiert. Für deutsche Beobachter ist besonders relevant, dass die Entscheidungen zur Unabhängigkeit von Zentralbanken und Regulierungsbehörden internationale Signalwirkung haben könnten – gerade in einer Zeit, in der die Unabhängigkeit von Institutionen wie der EZB ebenfalls politisch diskutiert wird.

Supreme CourtTrumpOberster Gerichtshof UsaEinwanderungFederal ReserveGeburtsortsprinzipExekutivgewaltWahlrecht

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.