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US-Studienkredit-RAP-Plan: Ein Tag Verzug kostet wertvolle Vorteile

Wer im neuen RAP-Rückzahlungsplan auch nur einen Tag zu spät zahlt, verliert Zinsverzicht und Tilgungszuschuss sofort.

US-Studienkredit-RAP-Plan: Ein Tag Verzug kostet wertvolle Vorteile

Der neue Rückzahlungsunterstützungsplan (Repayment Assistance Plan, RAP) des US-Bildungsministeriums bietet Kreditnehmern von Bundesstudienkrediten attraktive Vorteile – allerdings nur bei absolut pünktlicher Zahlung. Wer seinen Fälligkeitstermin auch nur um einen einzigen Tag verpasst, verliert automatisch den staatlichen Zinsverzicht sowie den Tilgungszuschuss. „Eine verspätete Zahlung, selbst um nur einen Tag im Rahmen des RAP-Rückzahlungsplans, wird Sie teuer zu stehen kommen", warnt Mark Kantrowitz, ein renommierter Experte für Hochschulbildung.

Der RAP ist seit dem 1. Juli verfügbar und stellt den neuesten einkommensabhängigen Rückzahlungsplan der US-Regierung dar. Die monatlichen Raten liegen dabei in der Regel zwischen 1 % und 10 % des Einkommens eines Kreditnehmers – je höher das Einkommen, desto höher die geforderte Rate. Nach 30 Jahren pünktlicher Zahlungen wird das verbleibende Darlehen erlassen. Bereits fast 46.000 Kreditnehmer haben einen Antrag auf Aufnahme in den RAP gestellt, wie Nicholas Kent, ein hochrangiger Beamter des Bildungsministeriums, Anfang Juli mitteilte.

Welche Vorteile auf dem Spiel stehen

Kreditnehmer von Studienkrediten erleben häufig, dass ihr Schuldenstand durch Zinsansammlungen über den ursprünglich aufgenommenen Betrag hinaus ansteigt. Der RAP wurde gezielt entwickelt, um Kreditnehmer vor genau diesem Problem zu schützen, erklärt Rich Williams, ehemaliger stellvertretender Staatssekretär im Bildungsministerium und heute Chief Customer Officer beim Beratungsunternehmen Summer.

Der erste zentrale Vorteil ist der Zinsverzicht: Das Ministerium streicht alle Zinsen, die in einem Monat auf den Saldo anfallen und nicht durch die geleistete Zahlung gedeckt werden. Der zweite Vorteil ist ein Tilgungszuschuss: Wenn eine pünktliche Zahlung den Tilgungssaldo um weniger als 50 US-Dollar verringert, kann das Ministerium bis zu 50 US-Dollar als Zuschuss beisteuern. Damit soll sichergestellt werden, dass der Schuldenstand jeden Monat sinkt – unabhängig von der Höhe der Zahlung. Beide Vorteile entfallen vollständig, sobald eine Zahlung auch nur einen Tag zu spät eingeht.

Besonders hervorzuheben ist, dass eine verspätete Zahlung weder im Rahmen der RAP-Bedingungen noch für das Programm zum Erlass von Studienkrediten im öffentlichen Dienst (Public Service Loan Forgiveness, PSLF) angerechnet wird. PSLF führt nach 120 qualifizierten Zahlungen zur vollständigen Schuldentilgung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Kantrowitz betont zudem, dass der RAP in dieser Hinsicht strenger ist als andere Pläne: „Die anderen Pläne haben eine Toleranzfrist, bevor eine Zahlung als verspätet gilt."

Ein kleiner Trost bleibt: Selbst bei verspäteter Zahlung behalten Kreditnehmer für den betreffenden Monat den Anspruch auf den Rabatt von 50 US-Dollar pro unterhaltsberechtigter Person. Diese Ermäßigung der monatlichen Rechnung gilt für jede in der Bundessteuererklärung aufgeführte unterhaltsberechtigte Person – häufig Kinder, in bestimmten Fällen aber auch Eltern oder andere Personen.

So lässt sich eine pünktliche Zahlung sicherstellen

Der zuverlässigste Weg, den Fälligkeitstermin nicht zu verpassen, ist die Anmeldung zum automatischen Lastschriftverfahren, empfiehlt Williams. Das Bildungsministerium setzt dabei einen zusätzlichen Anreiz: Kreditnehmer, die sich bis Ende September bei ihrem Studienkredit-Dienstleister für das automatische Zahlungsverfahren anmelden, erhalten bis zum 30. Juni 2028 eine Zinssatzsenkung um einen Prozentpunkt.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Einige Kreditnehmer haben festgestellt, dass beim automatischen Lastschriftverfahren der falsche Betrag abgebucht wurde. Es empfiehlt sich daher, die monatlichen Abbuchungen regelmäßig zu kontrollieren. Wer ein sinkendes Einkommen verzeichnet, sollte seinen Kreditdienstleister umgehend informieren, damit die monatliche Rate entsprechend angepasst wird.

Ein weiterer wichtiger Hinweis betrifft Überzahlungen: Wer in einem Monat mehr überweist als geschuldet, kann in den sogenannten „Pay-ahead"-Status wechseln. Dies kann dazu führen, dass sowohl der Zinsverzicht als auch der Tilgungszuschuss für diesen Monat verloren gehen. „Daher ist es in der Regel der klügste Schritt, genau das zu zahlen, was Sie schulden, und zwar pünktlich", so Williams.

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