US-Strategische Ölreserve fällt auf tiefstes Niveau seit 1983
Die amerikanische Strategische Petroleumreserve schrumpft weiter – auf den niedrigsten Stand seit über 40 Jahren.

Die Strategische Petroleumreserve der USA (SPR) ist in der vergangenen Woche um rund 3 Millionen Barrel gesunken und liegt nun bei 316,5 Millionen Barrel. Wie das US-Energieministerium mitteilte, markiert dieser Stand den niedrigsten Wert seit April 1983 – also seit mehr als vier Jahrzehnten. Die Entwicklung verdeutlicht das historische Ausmaß der laufenden Entnahmen aus dem strategischen Puffer der weltgrößten Volkswirtschaft.
Der Rückgang ist Teil eines offiziellen US-Plans zur Freigabe von insgesamt 172 Millionen Barrel aus der Reserve. Besonders markant ist der Abbau seit Ende Februar: Den Daten bis zum 10. Juli zufolge sind die SPR-Bestände seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran um 98,9 Millionen Barrel gesunken. Das entspricht einem massiven Abbau innerhalb weniger Monate.
Gesamte US-Ölvorräte auf tiefstem Stand seit 1984
Nicht nur die strategischen Reserven, sondern auch die gesamten US-Ölvorräte befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Die kombinierten Bestände – bestehend aus kommerziellen Lagerbeständen und der SPR – fielen zum 3. Juli um 123,9 Millionen Barrel auf 730,8 Millionen Barrel. Dies stellt den niedrigsten Gesamtstand seit 1984 dar.
Für Anleger und Marktteilnehmer sind diese Zahlen von erheblicher Bedeutung. Strategische Ölreserven dienen als Puffer gegen Versorgungsunterbrechungen und können bei geopolitischen Krisen oder Naturkatastrophen schnell freigegeben werden. Ein historisch niedriger SPR-Stand verringert den Spielraum der US-Regierung, auf künftige Versorgungsschocks zu reagieren.
Die Strategische Petroleumreserve der USA wurde nach der Ölkrise von 1973/74 eingerichtet und gilt als größte staatliche Notfallreserve der Welt. Sie wird in unterirdischen Salzkavernen entlang der Golfküste von Texas und Louisiana gelagert. In der Vergangenheit wurden Entnahmen vor allem bei Hurrikanen, dem Golfkrieg oder der Corona-Pandemie vorgenommen – selten jedoch in diesem Umfang und über einen so langen Zeitraum.
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Zur AktienanalyseNeue Daten erwartet
Das US-Energieministerium wird am Mittwoch aktualisierte Lagerdaten bis zum Ende der vergangenen Woche veröffentlichen. Marktbeobachter werden diese Zahlen genau verfolgen, um den weiteren Verlauf der Reserveentnahmen einschätzen zu können. Angesichts des anhaltenden geopolitischen Drucks bleibt die Entwicklung der US-Ölvorräte ein zentrales Thema für die globalen Energiemärkte.


