US-Staatsanleihen stabil – Anleger warten auf Arbeitsmarktdaten
Renditen kaum bewegt, während Nonfarm Payrolls und JOLTS-Daten sowie die fragile US-Iran-Waffenruhe die Märkte beschäftigen.

Die Renditen von US-Staatsanleihen zeigten sich am Montag kaum verändert. Anleger richteten ihren Blick auf die in dieser Woche anstehenden wichtigen Arbeitsmarktdaten und verfolgten gleichzeitig die fragile Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.
Um 6:43 Uhr ET stieg die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihe um weniger als einen Basispunkt auf 4,378 Prozent. Die Rendite der 2-jährigen Staatsanleihe kletterte um etwas mehr als einen Basispunkt auf 4,104 Prozent, während die Rendite der 30-jährigen Anleihe um weniger als einen Basispunkt auf 4,862 Prozent sank. Zur Erinnerung: Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozent – Renditen und Kurse bewegen sich dabei stets in entgegengesetzte Richtungen.
Verkürzte Handelswoche mit wichtigen Datenpunkten
Die laufende Woche steht im Zeichen feiertagsbedingter Einschränkungen. Der Anleihemarkt bleibt am Freitag, dem 3. Juli, im Vorfeld der Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag geschlossen. Dennoch stehen in den verbleibenden Handelstagen zwei bedeutende Arbeitsmarktberichte auf dem Programm.
Am Dienstagmorgen werden die JOLTS-Daten zu den offenen Stellen für den Monat Mai veröffentlicht. Dieser Bericht erfasst, wie viele Stellen in der US-Wirtschaft aktuell verfügbar sind, und gilt als wichtiger Frühindikator für die Lage am Arbeitsmarkt. Anleger weltweit werden die Zahlen genau analysieren, um den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt einzuschätzen.
Der mit Spannung erwartete Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft – die sogenannten Nonfarm Payrolls – für den Monat Juni wird am Donnerstag erwartet. Dieser monatliche Bericht zeigt, wie viele neue Stellen die US-Wirtschaft im vergangenen Monat geschaffen hat, und zählt zu den meistbeachteten Wirtschaftsindikatoren weltweit. Für deutsche Anleger sind diese Daten besonders relevant, da sie die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve maßgeblich beeinflussen können.
US-Iran-Waffenruhe sorgt für geopolitische Entspannung
Neben den Arbeitsmarktdaten beschäftigt die Anleger auch die geopolitische Lage im Nahen Osten. Die USA und der Iran einigten sich darauf, die Feindseligkeiten einzustellen und Handelsschiffen die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Vorausgegangen waren militärische Zusammenstöße am Wochenende, die die laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts zwischenzeitlich zu gefährden drohten.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur Aktienanalyse„Die technischen Gespräche über alle Bereiche der Absichtserklärung sollen fortgesetzt werden", sagte ein US-Vertreter am Sonntag gegenüber dem Sender CNBC. „Beide Seiten werden sich vorerst zurückhalten, und Schiffe können sich frei bewegen." Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und für den globalen Ölhandel von zentraler Bedeutung.
Die Ölpreise reagierten auf die Nachrichten mit leichten Aufschlägen. Futures der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stiegen um 0,5 Prozent auf 69,59 US-Dollar pro Barrel. Die internationale Referenzsorte Brent legte um 0,08 Prozent auf 72 US-Dollar pro Barrel zu. Für Anleger bleibt die Entwicklung an den Anleihemärkten in dieser Woche eng mit den anstehenden Wirtschaftsdaten verknüpft – die Nonfarm Payrolls dürften den entscheidenden Impuls liefern.


