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US-Senator Moreno fordert Rücktritt seines Schwiegersohns Max Miller

Häusliche Gewalt, zerbrochene Familienbeziehungen und ein drohender Wahlskandal erschüttern die Republikanische Partei in Ohio.

US-Senator Moreno fordert Rücktritt seines Schwiegersohns Max Miller

Der republikanische Senator Bernie Moreno aus Ohio hat seinen ehemaligen Schwiegersohn, den Abgeordneten Max Miller, öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. In einer am Sonntag auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung schrieb Moreno: „Wenn es grundlegende Charakterstandards für ein Wahlamt gibt, dann erfüllt Max Miller diese nicht. Er sollte nicht im Repräsentantenhaus sitzen." Auslöser der öffentlichen Konfrontation sind schwere Vorwürfe häuslicher Gewalt, die Morenos Tochter Emily gegen ihren Ex-Mann erhoben hat.

Emily Moreno wirft Miller tätliche Angriffe während ihrer Ehe vor. Sie behauptet, er habe sie mit heißem Wasser übergossen, ihr eine Waffe an den Kopf gehalten und das Schlüsselbein ihrer gemeinsamen Tochter gebrochen. Miller bestreitet alle Vorwürfe entschieden und veröffentlichte eine Reihe von Dokumenten, die ihn entlasten sollen. „Jede dieser Anschuldigungen lässt sich auf eine einzige Quelle zurückführen: meine ehemalige Frau", erklärte Miller und warf seiner Ex-Frau psychische Probleme vor.

Moreno: „Er ist eine Gefahr für meine Tochter"

Senator Moreno, der erst 2024 in den US-Senat gewählt wurde, verschärfte seine Kritik in einer persönlichen Aussage erheblich. „Wie er privat zugegeben hat, benötigt Max Miller ernsthafte psychologische Hilfe", sagte der Senator. „Er ist eine Gefahr für meine Tochter, und ich halte jede Minute den Atem an, in der er das Sorgerecht für meine Enkelin hat." Die Erklärung war eine seiner ersten öffentlichen Stellungnahmen, seit neue Details über die Vorwürfe an die Öffentlichkeit gelangt waren.

Millers Sprecher Stefan Mychajliw, der für Emily Moreno spricht, wies Millers Darstellung scharf zurück. „Es ist beschämend, dass Max Miller sich zu einer bizarren und verlogenen Schimpftirade über seine Ex-Frau herabgelassen hat, um verzweifelt seine politische Karriere zu retten", erklärte Mychajliw. Er betonte zudem: „Es gibt eine dokumentierte Fülle an Beweisen dafür, dass Miller eine Vorgeschichte von gewalttätigem und gefährlichem Verhalten hat." Mychajliw zeigte sich zuversichtlich, dass „die Gerechtigkeit vor Gericht siegen wird".

Kritische Frist für die Republikaner naht

Für die Republikanische Partei wird der Fall zunehmend zum politischen Problem. Miller kandidiert in einem als sicher geltenden republikanischen Wahlbezirk in Ohio für die Wiederwahl – doch der Skandal könnte diesen Sitz gefährden. Der 5. August gilt als entscheidende Frist: An diesem Tag läuft die Möglichkeit ab, Miller rechtzeitig zu ersetzen, damit ein anderer Kandidat nominiert werden kann.

Miller selbst machte in einer Videoerklärung am Sonntag unmissverständlich klar, dass er nicht zurücktreten werde. „Ich steige nicht aus diesem Rennen aus, und ich werde im November gewinnen", sagte der Abgeordnete. Damit stellt er sich direkt gegen die Forderungen seines ehemaligen Schwiegervaters und Parteikollegen.

Bedeutung für die Zwischenwahlen 2026

Der Fall hat über Ohio hinaus politische Bedeutung. Die Zwischenwahlen 2026 entscheiden über die Machtverhältnisse im US-Repräsentantenhaus und im Senat für den Rest der Amtszeit von Präsident Donald Trump. Die Demokraten gelten in diesem Wettbewerb derzeit als favorisiert und halten laut dem Durchschnitt der RealClearPolitics-Umfragen einen Vorsprung von 6,4 Prozentpunkten.

Obwohl Millers Sitz bisher nicht als wahrscheinlicher Kandidat für einen Wechsel zu den Demokraten galt, könnte ein sich ausweitender Skandal das Mandat gefährden. Brian Poindexter, der demokratische Herausforderer in dem Bezirk, erklärte am Sonntag, dass niemand, dem „glaubhaft vorgeworfen wird, seiner Frau eine Waffe an den Kopf gehalten und seiner zweijährigen Tochter das Schlüsselbein gebrochen zu haben, in die Hallen der Macht gehört".

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