US-Senat will Bundesbeamten Krypto-Ausgabe und -Förderung verbieten
Ein neuer US-Gesetzentwurf soll Präsidenten und Bundesbeamten untersagen, digitale Vermögenswerte zu emittieren oder zu fördern.

Der US-Senat prüft derzeit eine weitreichende Gesetzgebung zur Regulierung digitaler Vermögenswerte – und diese enthält eine besonders brisante Neuerung: Präsidenten sowie andere Bundesbeamte sollen künftig keine Kryptowährungen oder sonstigen digitalen Vermögenswerte mehr ausgeben oder fördern dürfen. Die Maßnahme richtet sich damit direkt gegen mögliche Interessenkonflikte auf höchster politischer Ebene.
Die Republikaner haben den Gesetzentwurf am Mittwoch erneut veröffentlicht. Er trägt den Namen „Clarity Act" und gilt als bedeutendes Vorhaben zur umfassenden Regulierung des Marktes für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten. Hauptinitiatorin des Entwurfs ist Senatorin Cynthia Lummis aus Wyoming, eine Republikanerin und bekannte Befürworterin der Kryptobranche.
Senatorin Lummis stellte dem US-Sender CNBC den Gesetzestext zur Verfügung. Demnach enthält die aktualisierte Fassung erstmals explizite Beschränkungen dazu, wie Präsidenten von Kryptowährungen profitieren dürfen. Dies stellt eine wesentliche Erweiterung gegenüber früheren Versionen des Entwurfs dar.
Justizministerium soll Verbot durchsetzen
Die Durchsetzung des geplanten Verbots würde dem US-Justizministerium übertragen. Die Behörde erhielte damit die Befugnis, gegen Verstöße vorzugehen, sollten Bundesbeamte – einschließlich des Präsidenten – gegen die neuen Regeln verstoßen. Dies verleiht dem Verbot eine konkrete rechtliche Grundlage und institutionelle Verankerung.
Für deutsche Anleger und Beobachter des Kryptomarktes ist diese Entwicklung von erheblicher Bedeutung. Die USA sind einer der wichtigsten Märkte für digitale Vermögenswerte weltweit, und regulatorische Weichenstellungen in Washington beeinflussen regelmäßig die globalen Kryptomärkte. Ein klarer gesetzlicher Rahmen, der auch politische Akteure einschränkt, könnte das Vertrauen institutioneller Investoren in den US-Kryptomarkt stärken.
Hintergrund: Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA
Der „Clarity Act" ist Teil einer breiteren Debatte in den USA über die rechtliche Einordnung und Regulierung von Kryptowährungen. Seit Jahren streiten Gesetzgeber, Aufsichtsbehörden und die Kryptobranche darüber, welche Behörde – die Börsenaufsicht SEC oder die Rohstoffbehörde CFTC – für die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zuständig sein soll. Ein umfassendes Gesetz wie der „Clarity Act" soll hier endlich Klarheit schaffen, wie der Name bereits andeutet.
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Zur AktienanalyseDie Aufnahme von Beschränkungen für Bundesbeamte und den Präsidenten in den Gesetzentwurf zeigt, dass die Gesetzgeber auch politische Interessenkonflikte im Blick haben. In der jüngeren Vergangenheit hatten Verbindungen zwischen politischen Entscheidungsträgern und der Kryptobranche in den USA für Diskussionen gesorgt. Der neue Passus im „Clarity Act" soll offenbar sicherstellen, dass Regulierungsentscheidungen nicht durch persönliche finanzielle Interessen von Amtsträgern beeinflusst werden.
Ob und wann der Gesetzentwurf tatsächlich verabschiedet wird, bleibt abzuwarten. Der US-Gesetzgebungsprozess ist komplex, und Krypto-Regulierung war in der Vergangenheit ein politisch umstrittenes Thema. Die erneute Veröffentlichung des „Clarity Act" durch die Republikaner signalisiert jedoch, dass das Thema weiterhin hohe Priorität auf der politischen Agenda hat.


