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US-Senat treibt TSA-Nominierung voran – Privatisierung der Flughafensicherheit droht

Der Senat stimmt für David Cummins als neuen TSA-Chef, während Trump massive Budgetkürzungen und Privatisierung der Flughafensicherheit plant.

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US-Senat treibt TSA-Nominierung voran – Privatisierung der Flughafensicherheit droht

Der US-Senat hat am Donnerstag dafür gestimmt, die Nominierung von David Cummins für die Leitung der Transportation Security Administration (TSA) voranzutreiben. Cummins ist derzeit Senior Vice President beim Dienstleistungsunternehmen Serco, das Ingenieurs-, IT- und Schulungsleistungen für Behörden und gewerbliche Kunden erbringt. Eine endgültige Abstimmung ist für die kommende Woche geplant.

Die Nominierung fällt in eine Phase tiefgreifender Umstrukturierungspläne für die US-Flughafensicherheitsbehörde. Präsident Donald Trump hatte im April vorgeschlagen, das Jahresbudget der TSA um rund 1,5 Milliarden US-Dollar – also etwa 20 Prozent – zu kürzen und mehr als 9.400 Stellen zu streichen. Die Behörde beschäftigt derzeit rund 60.000 Mitarbeiter und ist für die Sicherheitsvorgänge an amerikanischen Flughäfen zuständig.

Privatisierung als zentrales Ziel der Trump-Administration

Ein besonders weitreichender Aspekt der Reformpläne ist die geplante Privatisierung der Sicherheitsdienste an kleineren Flughäfen. Trump schlug vor, diese Airports zur Nutzung privater Sicherheitsunternehmen zu verpflichten – ein Schritt, der die Belegschaft der TSA in einem ersten Schritt um mehr als 4.500 Stellen reduzieren würde. Bereits jetzt setzen etwa 20 Flughäfen in den USA privates Sicherheitspersonal ein, darunter die Airports in San Francisco, Kansas City und Sarasota (Florida).

Erste Flughäfen haben bereits signalisiert, die Privatisierung aktiv voranzutreiben. Die Airports in Tampa, Des Moines (Iowa) und Charleston (South Carolina) erklärten vergangene Woche ihre Bereitschaft, auf private Sicherheitsdienste umzusteigen. Widerstand kommt hingegen von Airlines for America, dem Interessenverband der großen US-Fluggesellschaften, der im Mai erklärte, den Vorschlag des Weißen Hauses abzulehnen.

Turbulente Monate für die TSA

Die Behörde hat in jüngster Zeit erhebliche Turbulenzen erlebt. Trump entließ TSA-Chef David Pekoske bereits am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2025 – und ließ den Posten anschließend 16 Monate lang unbesetzt. Pekoske war ursprünglich von Trump während seiner ersten Amtszeit nominiert worden; Ex-Präsident Joe Biden hatte ihn später für eine zweite fünfjährige Amtszeit vorgeschlagen.

Besonders belastend für die Behörde war ein langwieriger Government Shutdown im Frühjahr 2025, der rund 50.000 TSA-Mitarbeiter zwang, sechs Wochen lang ohne Bezahlung zu arbeiten. Die Folgen waren spürbar: An Sicherheitskontrollen bildeten sich Warteschlangen von vier Stunden und mehr, was den Flugbetrieb erheblich störte.

Kritik an Kontrollpraktiken und Personalentscheidungen

Auch inhaltlich steht die TSA unter Druck. Das Weiße Haus hatte im vergangenen Jahr erklärt, die Behörde sei bei Audits regelmäßig durchgefallen und habe gleichzeitig invasive Kontrollmaßnahmen eingeführt, die die Privatsphäre und Würde der Bürger verletzten. Das Heimatschutzministerium entließ im September fünf hochrangige TSA-Beamte, da diese im Verdacht standen, politische Gegner Bidens mithilfe einer Beobachtungsliste für Flugsicherheit ins Visier genommen zu haben.

Das betreffende „Quiet Skies"-Programm der TSA, das verschärfte Kontrollen für als risikoreicher eingestufte Fluggäste vorschrieb, wurde im Juni 2025 eingestellt. Die Nominierung von Cummins gilt als erster Schritt, der Behörde nach Monaten des Führungsvakuums wieder eine klare Leitung zu geben – auch wenn die grundlegenden Konflikte um Budgetkürzungen und Privatisierung damit noch lange nicht gelöst sind.

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