US-Senat debattiert über Lockerung der Rundfunk-Besitzregeln
Der Handelsausschuss des US-Senats befasst sich mit einer 85 Jahre alten Regelung, die den nationalen Besitz von Fernsehsendern begrenzt. Während die Branchenlobby NAB eine Aufhebung der Beschränkungen fordert, warnt Newsmax-CEO Chris Ruddy vor den Folgen

Eine jahrzehntealte Regelung zur Begrenzung des Rundfunkbesitzes in den USA steht auf dem Prüfstand. In einer Anhörung des Handelsausschusses im US-Senat prallen gegensätzliche Positionen aufeinander: Während die etablierte Rundfunkbranche eine Liberalisierung fordert, warnen Kritiker vor einer gefährlichen Medienkonzentration.
Newsmax warnt vor Medienkonzentration
Chris Ruddy, CEO des konservativen Nachrichtensenders Newsmax, wird vor den Senatoren argumentieren, dass die bestehende Besitzobergrenze "einer der letzten bedeutenden Schutzmechanismen für Wettbewerb und Vielfalt im Rundfunk- und Kabel-Ökosystem" darstellt. Die seit 85 Jahren geltende Regelung verhindert, dass einzelne Medienkonzerne zu viel Marktmacht im nationalen Fernsehgeschäft konzentrieren.
Branchenverband fordert Deregulierung
Die National Association of Broadcasters (NAB), der mächtige Interessenverband der US-Rundfunkbranche, vertritt hingegen die gegenteilige Position. Der Verband will den Kongress davon überzeugen, die Beschränkungen aufzuheben, um die Wettbewerbsfähigkeit der Sender zu stärken. "Es ist längst an der Zeit, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und diese veraltete Beschränkung aufzuheben", lautet die Argumentation der NAB.
Kampf um Zuschauer und Werbegelder
Im Kern geht es um die Frage, wie sich traditionelle Fernsehsender gegen die wachsende Konkurrenz durch Streaming-Dienste und digitale Medienplattformen behaupten können. Die NAB argumentiert, dass die alten Besitzregeln die Sender daran hindern, im Wettbewerb um Zuschauer, Werbung und Programmgestaltung effektiv zu konkurrieren.
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Zur AktienanalyseBedeutung für den deutschen Markt
Die Debatte in den USA könnte auch Signalwirkung für Europa haben. Auch in Deutschland existieren strenge Regelungen zur Medienvielfaltsicherung, die eine übermäßige Konzentration von Meinungsmacht verhindern sollen. Die Entscheidung des US-Senats wird daher auch von europäischen Regulierungsbehörden und Medienunternehmen aufmerksam verfolgt.


