US-Senat bestätigt Todd Blanche als neuen Justizminister
Der frühere Privatanwalt von Donald Trump übernimmt die Leitung des US-Justizministeriums nach knapper Senatsmehrheit.

Der US-Senat hat Todd Blanche als neuen Justizminister der Vereinigten Staaten bestätigt. Mit einer knappen Abstimmung von 50 zu 49 Stimmen beriefen die Senatoren den 52-Jährigen an die Spitze des US-Justizministeriums – der obersten Bundesstrafverfolgungsbehörde des Landes. Blanche war zuvor als persönlicher Verteidiger von Präsident Donald Trump bekannt geworden.
Die Republikaner schlossen bei der Abstimmung weitgehend die Reihen hinter dem Kandidaten. Dennoch verlief die Bestätigung nicht ohne parteiinterne Spannungen: Zwei republikanische Senatorinnen stimmten gegen Blanche und schlossen sich damit der oppositionellen Demokraten an.
Parteiinterne Spannungen bei der Abstimmung
Die Senatorinnen Susan Collins aus Maine und Lisa Murkowski aus Alaska votierten gegen die Bestätigung von Blanche. Beide Senatorinnen gelten innerhalb der Republikanischen Partei als gemäßigte Stimmen und weichen gelegentlich von der Parteilinie ab. Ihr Nein-Votum reichte jedoch nicht aus, um die Bestätigung zu verhindern.
Entscheidend war letztlich die Stimme von Senator Bill Cassidy aus Louisiana. Der Republikaner galt im Vorfeld als Wackelkandidat, sprach sich am Ende aber für Blanche aus. Damit sicherte er die notwendige Mehrheit für die Bestätigung des neuen Justizministers.
Blanche: Vom Verteidiger zum obersten Strafverfolger
Todd Blanche übernimmt mit dem Amt des Justizministers eine der einflussreichsten Positionen im amerikanischen Regierungsapparat. Das US-Justizministerium, auch bekannt als Department of Justice (DOJ), ist für die Strafverfolgung auf Bundesebene zuständig und beaufsichtigt unter anderem das FBI sowie zahlreiche weitere Bundesbehörden.
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Zur AktienanalyseBlanches Hintergrund als persönlicher Anwalt von Präsident Trump macht seine Ernennung politisch besonders bedeutsam. Kritiker sehen in der Berufung eines engen Vertrauten des Präsidenten an die Spitze der Strafverfolgungsbehörde eine mögliche Interessenkollision. Befürworter hingegen betonen, dass Blanche über die nötige juristische Erfahrung für das Amt verfüge.
Die knappe Abstimmung von 50 zu 49 Stimmen spiegelt die tief gespaltene politische Lage im US-Senat wider. Für deutsche Beobachter ist die Entwicklung relevant, da das US-Justizministerium auch in internationalen Rechts- und Wirtschaftsfragen eine zentrale Rolle spielt – etwa bei der Durchsetzung von Sanktionen oder der Verfolgung von Wirtschaftskriminalität mit grenzüberschreitendem Bezug.


